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Das geplante Einkaufszentrum am Wolfratshauser Kraft-Areal ist umstritten. Nicht nur die Grünen, sondern auch die Wolfratshauser bringen einige Einwände an.

Nicht nur Grüne finden es problematisch

Kraft-Areal: Wolfratshauser haben viele Einwände gegen geplantes Einkaufszentrum

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Das geplante Einkaufszentrum am Wolfratshauser Kraft-Areal ist umstritten. Nicht nur die Grünen, sondern auch die Wolfratshauser bringen einige Einwände an.

Wolfratshausen – Das Kraft-Areal östlich des S-Bahnhofssoll wie berichtet erschlossen werden. Geplant ist unter anderem der Bau eines Einkaufszentrums mit einer Verkaufsfläche von maximal 6500 Quadratmetern. Das Projekt ist umstritten, insbesondere die Wolfratshauser Grünen halten es für problematisch.

Ein Grund ist die voraussichtliche Erhöhung des Verkehrsaufkommens. Die Grünen rechnen damit, dass das neue Einkaufszentrum rund 4000 Fahrzeuge pro Tag anziehen wird. Die Sprecherin des Ortsverbands, Justyna Czajka, beruft sich in diesem Zusammenhang auf Aussagen der Verkehrsplaner Prof. Harald Kurzak und Helmuth Ammerl. Zudem fürchtet Czajka: „Die Altstadt wird wahrscheinlich noch weniger Kunden haben, der Leerstand vermutlich zunehmen.“

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Inzwischen hat die sogenannte frühzeitige Bürgerbeteiligung mit Blick auf den Entwurf für den Bebauungsplan für das Kraft-Areal stattgefunden. Sie endete laut Rathauschef Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) offiziell am 3. August. Einige Ämter, Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange hätten allerdings um eine Fristverlängerung beziehungsweise um die Vorlage zusätzlicher Unterlagen gebeten. „Insbesondere der Wunsch der Verkehrsbehörden nach Detailplänen für den Umbau des Straßenabschnittes führt zu einer Verzögerung bei der Beschlussfassung zu den zahlreich eingegangenen Bedenken und Anregungen“, informierte Heilinglechner die Mitglieder des Bauausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. „Sobald ein Planentwurf für die zukünftige Aufteilung der öffentlichen Verkehrsfläche vorliegt, wird dieser dem Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt“, so der Bürgermeister weiter. Der Stadt würden für die Planung keine Kosten entstehen, diese muss laut Rathauschef gemäß der bestehenden Grundvereinbarung der Planungsbegünstigte, das heißt, der Investor tragen.

Auf Nachfrage von Grünen-Fraktionssprecher Dr. Hans Schmidt, wie viele Stellungnahmen und Einwände zu dem Projekt im Rathaus eingegangen seien, antwortete Bauamtsleiterin Susanne Leonhard: „Ein dicker Leitz-Ordner voll.“ Leonhard betonte jedoch, dass es sich nicht ausnahmslos um Widersprüche handeln würde. Wie berichtet hatten die Wolfratshauser Grünen die Bürger mit Flugblättern aufgerufen, gegen die Erschließung des Kraft-Areals zu protestieren.

Der Gesellschafter der Kraft-Stiftung, der Rechtsanwalt Dr. Harald Mosler, hatte den Argumenten der Grünen widersprochen. Das Sortiment der Geschäfte, die auf dem knapp 11 000 Quadratmeter großen Grundstück, das der Stiftung gehört, angesiedelt werden sollen, würde es in der Wolfratshauser Altstadt nicht geben. „Am Unter- und Obermarkt gibt es weder einen Nahversorger, noch die Möglichkeit, große Elektrogeräte einzukaufen“, erklärt Mosler. Das Angebot im künftigen Einkaufszentrum solle eine Versorgungslücke schließen – und keine Konkurrenzsituation schaffen: „Wir decken am S-Bahnhof den Bedarf, den die Stadt immer noch hat, indem wir ein ergänzendes Angebot schaffen.“ Die Sortimentsauswahl fuße auf einem Gutachten der Städteberatungsfirma CIMA. Laut Mosler ist das allen Stadtratsfraktionen bekannt – auch den Grünen. cce

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