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25 Parkplätze darf der Käufer des ehemaligen Isar-Kaufhauses nun summa summarum ablösen. Das heißt: Für jede dieser Stellflächen, die er nicht nachweisen kann, zahlt er 15 000 Euro in den Stadtsäckel. 

Stadtrat ist unzufrieden

Kritik an Parkplatz-Plan: Ex-Isar-Kaufhaus „nur noch Wohnblock mit Laden drin“

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Für das ehemalige Isar-Kaufhaus in Wolfratshausen darf der Investor 20 Parkplätze ablösen. Ein Antrag auf weitere fünf Stück sorgte für viel Kritik von Stadtrat Richard Kugler.

Wolfratshausen – Bereits im Dezember 2017 kam die Stadt der Untermarkt 7-11 GmbH entgegen: Für das neue Wohn- und Geschäftshaus, das die Grünwalder Projektgesellschaft an der Stelle des ehemaligen Isar-Kaufhauses in der Altstadt bauen will, darf sie 20 Stellplätze ablösen. Das heißt: Pro Stellplatz, den die GmbH de facto nicht nachweisen kann, zahlt sie 15.000 Euro in den Stadtsäckel – unterm Strich also 300.000 Euro. Nun hatte der Investor bei der Kommune die Ablösung weiterer fünf Parkplätze beantragt – das brachte Stadtrat Richard Kugler (parteifrei für die CSU) in der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend auf die Palme.

Die laufende Bearbeitung des Bauantrags der Untermarkt 7-11 GmbH im Landratsamt in Bad Tölz habe „die Notwendigkeit für eine weitere Reduzierung der Zahl der tatsächlich zu errichtenden Stellplätze ergeben“, berichtete Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD), der die Sitzung in Vertretung von Rathauschef Klaus Heilinglechner leitete. Bisher war vereinbart, dass der Investor in einer Tiefgarage Platz für 28 Pkw schafft, der allerdings Wohnungsmietern vorbehalten ist. 28 Stellflächen weist die GmbH ebenerdig hinter dem Gebäudekomplex nach, 20 darf sie ablösen – laut dem am Mittwochabend gefällten Beschluss des Bauausschusses nun sogar 25.

Gleiches Recht für alle

Stadtrat Kugler versagte dem Antrag der Projektgesellschaft seine Zustimmung. Was als „Leuchtturmprojekt“ apostrophiert worden sei, sieht in seinen Augen so aus: „Nur noch ein Wohnblock mit einem Laden unten drin.“ Da kaum noch Parkplätze zur Verfügung stehen würden, könne der „Laden“ von Kunden auch nicht angefahren werden. Kugler appellierte mit Nachdruck an den Investor, sich mit den Nachbarn zu einigen, der GmbH angebotene Gebäude im rückwärtigen Teil des Komplexes zu kaufen, abzureißen „und ein Parkhaus zu bauen“. Er könne die Bedenken Kuglers nachvollziehen, sagte der Fraktionschef der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW), Josef Praller. Und er stimmte seinem Amtskollegen zu: Sollten sich Investor und Nachbarn einigen, könnte ein Parkhaus „ein großer Wurf“ werden. „Glücklich bin ich nicht“, betonte Praller mit Blick auf die Ablösung weiterer Parkplätze. Doch er erinnerte daran, dass das Gremium anderen Bauherrn – darunter die katholische Kirche im Zuge der Errichtung des neuen Pfarrheims am Marienplatz – diese Möglichkeit eingeräumt habe. Prallers Credo: Gleiches Recht für alle.

Ins selbe Horn stieß CSU-Fraktionssprecher Günther Eibl. „Wir können dem Antrag nur zustimmen“, sagte er mit Blick auf die Präzedenzfälle. „Weil wir anderen so etwas in der Vergangenheit genehmigt haben, können wir jetzt nicht dieses Leuchtturmprojekt gefährden.“

Schnaller betonte, dass die 28 Tiefgaragenplätze erhalten bleiben würden, allein die Zahl der Kundenparkplätze würde von 28 auf 23 reduziert. Nicht zu vergessen: Bis Ende 2012, als das Isar-Kaufhaus für immer seine Pforten schloss, hatte Geschäftsführer Frederik Holthaus alle Parkplätze abgelöst, ergänzte Stadtrat Manfred Menke (SPD). Kugler ließ sich nicht umstimmen: Er sagte als einziges Mitglied des Bauausschusses Nein zum Antrag der Untermarkt 7-11 GmbH. cce

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