Schulradeln Symbolfoto
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Viele Kilometer auf dem Fahrrad sollen die Landkreisschüler ab dem 3. Oktober. Der Lohn: ein Sieg beim bayernweiten Wettbewerb „Schulradeln“.

Landrat ruft zu hoher Beteiligung auf

„Schulradeln“: Rauf auf den Sattel, rein in die Pedale

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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  • Peter Borchers
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Eltern, Lehrer und Schüler sind vom 3. bis zum 23. Oktober dazu aufgerufen, das Rad statt des Autos zu benutzen. Der Landrat unterstützt die Aktion „Schulradeln“.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Fahrradhändler meldeten selbst während des Corona-Lockdowns Rekordumsätze. Viele Menschen entdeckten in dieser Zeit mangels Alternativen ihren Drahtesel neu. Keine Frage: Radeln ist sexy. Diesem Trend sollen nun die Schulen folgen. Was mit der Kampagne „Stadtradeln“ (siehe Kasten unten) vor zwölf Jahren begann, findet nun seine Ergänzung im „Schulradeln“, einem bayernweiten Wettbewerb. Auch der Landkreis macht mit. Josef Niedermaier – selbst ein passionierter Radfahrer – hofft auf zahlreiche Teilnehmer. Er finde „die Aktion super“, sagt der Landrat. „Jeder Radfahrer – gerade im Alltag – entlastet unsere Straßen und ist damit Teil der Verkehrswende.“

Jeder Radfahrer entlastet unsere Straßen.

Landrat Josef Niedermaier

Vom 3. bis 23. Oktober sollen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern kräftig in die Pedale treten, möglichst viele Kilometer sammeln und so aktiv zum Klimaschutz beitragen. Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas: In drei Kategorien – „Schule mit den meisten Fahrradkilometern absolut“, „Schule mit den meisten Fahrradkilometern pro TeilnehmerIn“ und „Schule mit den meisten aktiven Teilnehmenden“ – erhalten die Besten während einer bayernweiten Abschlussveranstaltung in München Preise.

Besser das Rad als das Elterntaxi

Innerhalb des dreiwöchigen Veranstaltungszeitraums sammeln die teilnehmenden Schulen alle Kilometer, die Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse, ihre Eltern und ihre Lehrkräfte mit dem Rad zurücklegen. Hinter dem Wettbewerb steckt laut Landratsamtssprecherin Marlis Peischer folgende Grundidee: „Radfahren ist nachhaltige Mobilität und Klimaschutz zugleich.“ Jeder mit dem Rad zurückgelegte Alltagsweg sei ein persönlicher Beitrag zum Klimaschutz. Nutzten Schüler das Rad statt des Elterntaxis, „ist das ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende“. Pro Schulweg ließen sich so etwa 400 Gramm CO2 einsparen. Peischer: „Zudem werden Eltern um einen Fahrdienst entlastet, sie unterstützen ihre Kinder in der Eigenständigkeit und geben mit dem eigenen Schwung im Sattel das richtige Vorbild ab.“

Anmelden können sich Schulen und Teams online unter der der Adresse www.schulradeln-bayern.de. Da Stadt- und Schulradeln parallel stattfinden, gelten die abgespulten Kilometer für die Schule, die Gemeinde oder Stadt sowie den Landkreis. „Teilnehmende Schulen tragen somit tatkräftig zu einem guten Ergebnis beim Stadtradeln im Landkreis und den teilnehmenden Kommunen Wolfratshausen, Geretsried, Bad Tölz sowie Benediktbeuern bei“, so Peischer.

Im Rahmen der beiden Wettbewerbe organisiert die Ökologische Akademie Linden übrigens das Projekt „Mein klimafreundlicher Schulweg“. Es hat zum Ziel, dass Schüler ihren Schulweg, den sie zu Fuß, per Rad oder Roller zurücklegen, hinsichtlich Klimaaspekten und Verkehrssicherheit unter die Lupe nehmen. Ihre Erkenntnisse können sie in einem Bild, einem Video, einer Fotocollage oder Ähnlichem kreativ darstellen. Hier dürfen im Gegensatz zum Schulradeln auch die Grundschüler aus dem Landkreis teilnehmen.

Unter allen Einsendungen wird ein individuell gestalteter Aktionstag zum Thema Nachhaltigkeit verlost. Weitere Informationen zu dem Wettbewerb finden sich im Internet unter www.stadtradeln.de/lk-toelz. Fragen richtet man per E-Mail an info@oeko-akademie.de.

Auch das „Stadtradeln“ findet wieder statt

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beteiligt sich zudem heuer zum dritten Mal an der Aktion „Stadtradeln“. Bei dem Wettbewerb „geht es natürlich um den Spaß am Fahrradfahren“, sagt Landrat Josef Niedermaier. „Aber vor allem auch um das Fahrrad als wichtigen Bestandteil der Verkehrswende. Jeder kann ein „Stadtradel“-Team gründen oder einem beitreten, um am Wettbewerb teilzunehmen. Dann heißt es drei Wochen lang so viele Kilometer wie möglich zu sammeln. Alle geradelten Wege werden direkt in die CO2-Ersparnis umgerechnet.

Wer darüber hinaus zeigen möchte, warum Fahrradfahren „so viel Spaß macht, gesund und fit hält und gleichzeitig das Klima schont“, kann ein Video (maximal eine Minute lang) per WhatsApp an die Nummer 01 51/44 54 46 99 senden. Die Videos werden beispielsweise über die Facebook-Seite des „Klimafrühling Oberland“der Bürgerstiftung Energiewende Oberland veröffentlicht. Neben der Landkreiswertung gibt es zusätzlich eine Stadt- und Gemeindewertung, an der sich heuer Geretsried, Wolfratshausen, Bad Tölz und Benediktbeuern beteiligen. Zum „Stadtradeln“ anmelden können sich Interessierte im Internet unter www.stadtradeln.de.

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