Maximal zu zweit standen Vorstandsmitglieder der DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen – hier Vereinschef Robert Klingel (li.) und Sebastian Hafner (Leiter Einsatz) – bei der virtuellen Jahresversammlung im Studio.
+
Maximal zu zweit standen Vorstandsmitglieder der DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen – hier Vereinschef Robert Klingel (li.) und Sebastian Hafner (Leiter Einsatz) – bei der virtuellen Jahresversammlung im Studio.

Online-Jahresversammlung der DLRG – Freude über Wolfratshauser Entscheidung

Lebensretter in der Corona-Klemme

  • vonPeter Borchers
    schließen

Die Zeiten sind für die DLRG genau wie für viele andere Vereine nicht leicht. Auf der Online-Jahresversammlung der Lebensretter gab es aber einen Grund zu großer Freude.

Wolfratshausen – Da erging es der DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen nicht besser als anderen Vereinen. Die Lebensretter mussten ihre Hauptversammlung pandemiebedingt online abhalten. Gut 50 Mitglieder und Gäste verfolgten via Zoom das ungewohnte Format am Bildschirm zu Hause.

Das interkommunale Hallenbad sollte neue Möglichkeit schaffen - für die DLRG gibt es aber noch viele Fragezeichen

Größeren Raum in der Versammlung nahm die Hallenbadsituation ein. Was das interkommunale Hallenbad in Geretsried betrifft, kennt die DLRG-Führung noch keinerlei Details. „Wir wissen nicht, wann, ob und zu welchem Preis wir das Hallenbad nutzen können“, bedauerte Benedikt Fischhaber, stellvertretender Leiter Ausbildung. Dafür konnte Robert Klingel den Mitgliedern deutlich erfreulichere Informationen zum Lehrschwimmbecken Wolfratshausen liefern. Nach der bekanntlich längeren Phase einer Entscheidungsfindung soll nun im Rahmen der Sanierung und Erweiterung der Hammerschmiedschule ein gut 16 Meter langes Lehrschwimmbecken entstehen, für das sich auch der Ortsverband stark gemacht hat. Dieses neue Becken, so Klingel, könne künftig für die Anfänger- und Kinderschwimmkurse genutzt werden. Der Vereinschef nutzte die Gelegenheit nochmals, allen Wolfratshauser Stadträten zu danken, denn die Entscheidung war nach diversen vorbereitenden Gesprächen am Ende einstimmig ausgefallen.

Trotz Corona tummelten sich viele Badegäste am See. Für die DLRG bedeutet das große Verantwortung

Die chronologisch geordneten Berichte der Vorstandschaft um Vereinschef Robert Klingel begannen mit der Jahresversammlung des Vorjahres, die eine Woche vor dem ersten Lockdown stattgefunden hatte. Gleich in der Woche danach mussten alle Schwimmtrainings vorerst abgesagt werden. Auch der Badeplatz am Karniffelbach war gesperrt. Mit entsprechendem organisatorischen Aufwand, wie Sebastian Hafner, der Leiter Einsatz, berichtete, absolvierte die DLRG trotzdem den Wasserrettungsdienst. Das war auch dringend notwendig: Viele Badegäste tummelten sich während der ersten Corona-Saison am See. Die „nur“ 1929 Wachstunden an der Wasserrettungsstation St. Heinrich ließen sich damit erklären, so Vize Mathias Feichtbauer, „dass auch die Mannschaft auf fünf Personen pro Wachtag beschränkt wurde“.

Corona beeinflusste den DLRG-Ortsverband in allen Bereichen

Die Übungen, die die Sparten Ausbildung und Einsatz zusammen organisieren, fanden in der Regel nur online statt. Viele lieb gewonnene Aktivitäten des Vereins mussten abgesagt werden, etwa die Ostereiersuche im Frühjahr oder das Plätzchen-Vernichtungs-Fest im Winter. Immerhin: Ihre traditionelle Seeüberquerung durfte die DLRG ausrichten, 40 Schwimmer nahmen diese sportliche Herausforderung an. Finanziell musste man zwar aufgrund der ausgefallen Schwimmangebote einen deutlichen Umsatzverlust hinnehmen, trotzdem blieb ein kleiner Jahresüberschuss von knapp 1000 Euro in der Kasse. Der Verein konnte sogar einige Rücklagen bilden – und er freute sich auch über zwei große Spendenbeiträge, die er in die Schwimmausbildung stecken wird.

Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Ein emotionaler Höhepunkt war die Ehrung von Alfons Krauser anlässlich seiner 50-jährigen Mitgliedschaft bei der DLRG. Krauser hatte den Verein in dessen Anfangsjahren geprägt wie kein anderer und war über drei Jahrzehnte dessen Vorsitzender. Die beiden aktuellen Chefs, Klingel und Feichtbauer, hatten die dazu gehörende Urkunde bereits im Vorfeld der Versammlung persönlich an Krauser überreicht (wir berichteten). peb

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare