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Aufgepasst: Gedächtnistrainer Markus Hofmann verriet den 400 Wolfrat shauser Schülern Lerntechniken, um sich Stichpunkte, Geschichtsdaten und Vokabeln besser merken zu können.

Die richtige Einstellung ist wichtig

Leichter Lernen: Gedächtnistrainer zeigt Wolfratshauser Schülern, wie das geht

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Sich Dinge schneller zu merken und weniger Sachen zu vergessen: Das wünscht sich wohl jeder. Ein Gedächtnistrainer zeigte Wolfratshauser Schülern nun einfache Tricks, wie das funktioniert. 

Wolfratshausen – Eine Brechstange ins Knie rammen, damit Kohlenmonoxid herausströmt. Klingt schmerzhaft – und seltsam. „Ja“, sagte Markus Hofmann zu den knapp 400 Schülern in der Loisachhalle. „Aber so vergesst ihr den Begriff Kohlenmonoxid sicher nicht.“ Und Leuten zu helfen, Dinge nicht mehr zu vergessen, ist der Job des 43-jährigen Gedächtnistrainers.

Hofmann kam auf Einladung der Unternehmervereinigung Wirtschaftsraum Wolfratshausen (UWW) in die Flößerstadt. „Deutschland als Wirtschaftsstandort soll weiterhin vorne bleiben“, sagte Vorsitzender Christian von Stülpnagel zu Beginn zu den Fünft- bis Neuntklässlern der beiden Mittelschulen, der Realschule und des Kollegs St. Matthias. „Ihr, der Nachwuchs, sollt ebenfalls fit sein und bleiben.“

Deshalb präsentierte der Gedächtniscoach in zwei Stunden einfache Tricks, um sich in Zukunft Vokabeln oder Geschichtsdaten leichter merken zu können. Seine erste Anweisung sorgte für Jubel im Publikum: „Ihr habt die offizielle Erlaubnis von mir, Spickzettel zu schreiben.“ In der Prüfung benutzen dürfe man sie natürlich nicht. Aber Stichpunkte seien essenziell für richtiges Lernen. „Außerdem braucht ihr die richtige Einstellung. Es ist okay, Fehler zu machen“, sagte er. Ärgern sei unsinnig, denn es blockiere das Gehirn unnötig. „Ich lenke mich lieber 20 Sekunden ab. Meistens kommt die Information von allein wieder.“

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Dann zeigte er den Mädchen und Buben zwei Techniken, um sich Begriffe leichter zu merken. Hofmann erzählte zwei Mal hintereinander eine absurde Geschichte über einen Eisbären, der Eishockey mit einem Hamburger spielt. „Gerade weil sie so verrückt ist, kann man sie sich gut merken.“ Nachdem sie jeder Schüler seinem Nachbarn nacherzählt hatte, löste der Profi auf, was dahinter steckt. „Nun wisst ihr alle 24 Länder von Nord-, Mittel- und Südamerika.“ Jedes Schlüsselwort steht für ein Land: Der Eisbär für Alaska, Eishockey für Kanada, der Burger für die USA und so weiter. Die Kunst sei, sich fantasievolle Geschichten zu überlegen. „Je verrückter, lustiger oder schmerzhafter, desto einprägsamer.“

Das galt auch für die zweite Technik mit dem Namen Körper-Briefkästen. Dabei teilt Hofmann den Körper von den Zehen bis zu den Haaren in zehn Briefkästen ein, in denen er je ein Stichwort ablegt. Merken kann er sich die mit verrückten Bildern: Zum Beispiel das Knie, aus dem Kohlenmonoxid strömt. Das funktioniere nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit Dingen im Klassenzimmer oder im Chemiesaal. „Ihr müsst es einfach ausprobieren“, ermutigte er die Schüler. Um das neue Lernmuster im Gehirn zu installieren, dauere es allerdings einige Zeit. Aber beim Anblick ihrer Knie werden die meisten in Zukunft wohl an Kohlenmonoxid denken. mh

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