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Seinem Ruf als internationale Flößerstadt soll Wolfratshausen mithilfe einer Werbestrategie gerecht werden.

Stadtmanager spricht über seine Pläne

Mit diesem Vier-Punkte-Plan soll Wolfratshausen lebendiger und schöner werden

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Stadtmanager Stefan Werner will Wolfratshausen attraktiver machen. Er hat dafür einen Vier-Punkte-Plan entwickelt. Ein spezieller Fonds soll Bürgern helfen, ihre Ideen zu verwirklichen. 

Wolfratshausen – Um die Flößerstadt für Einheimische und Touristen noch attraktiver zu gestalten, setzt der neue Stadtmanager Dr. Stefan Werner auf Bürger, Vereine und Geschäftsinhaber. Ihnen soll der privat-öffentliche Innenstadtfonds helfen, Ideen umzusetzen. Diese Maßnahme ist ein Ergebnis des ersten Treffens zwischen Werner und der Lenkungsgruppe, die das neue Stadtmanagement berät. Für die kommenden Jahre hat sich Werner außerdem vier Schwerpunkte gesetzt.

„Der Projektfonds zielt darauf ab, die Innenstadt durch Aktionen und ähnliches zu beleben“, sagt der 37-Jährige. Mit Geld aus dem Topf, der bereits seit 2014 besteht, sei zum Beispiel das freie WLAN gefördert worden, der Einkaufsführer und die Kunstmeile. Egal ob einzelne Wolfratshauser, Gruppen oder Geschäftsleute: Wer eine gute Idee habe, solle sich nicht scheuen, diese niedrigschwellige Förderung zu beantragen, so der Stadtmanager. Bis zu 50 Prozent der Kosten könnten übernommen werden. Für solche Vorhaben reserviere die Stadt momentan bis zu 15.000 Euro.

Ob ein Projekt förderwürdig ist, entscheidet die Lenkungsgruppe, die neben dem Stadtmanager und Bürgermeister Klaus Heilinglechner aus Stadträten, dem Kultur- sowie dem Wirtschaftsreferent, Vertretern der Unternehmervereinigung Wirtschaftsraum Wolfratshausen (UWW), des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) und dem Werbekreis Wolfratshausen besteht.

„Ich möchte niemanden entmutigen, Ideen in Antrag zu stellen“

Werner schließt keinen Vorschlag von vornherein aus. „Ich möchte niemanden entmutigen, Ideen in Antrag zu stellen“, vorausgesetzt sie sind „am Gemeinwohl orientiert und leisten einen Beitrag zur Belebung der Innenstadt“. Denkbar seien nicht nur kleinere Aktionen oder Feste, sondern auch Spielgeräte oder Freischankflächen. Ein Antrag sei bereits in Bearbeitung. Worum es geht, möchte Werner aber noch nicht verraten.

Abgesehen von diesem Vorstoß hat der Stadtmanager für seine Arbeit vier Themenbereiche definiert. In der „Integrierten Stadtentwicklung“ geht es um verwaltungsinterne Prozesse und bauliche Maßnahmen, etwa die Aufwertung der Marktstraße, des westlichen Loisachufers und des Hatzplatzes. Im Bereich „Dachmarke und Marketing“ will Werner für die Stadt ein ganzheitliches Marketingkonzept erarbeiten. Wolfratshausen solle sich stärker in den sozialen Medien präsentieren und dort seinem Ruf als internationale Flößerstadt gerecht werden. „Wir werden eine Werbestrategie entwickeln“, sagt Werner. Davon sollen auch Handel, Gewerbe und Dienstleister profitieren. Mit ihnen zusammen will Werner den „Einkaufs- und Erlebnisstandort stärken“.Bei all seinen Planungen legt der Stadtmanager besonders viel Wert auf „Kommunikation und Koordination“. Bürger, Hauseigentümer, Investoren sowie Ladeninhaber und Gastronome will er in seine Planungen einbeziehen.

Bis zum nächsten Treffen der Lenkungsgruppe im Juni plant Werner, für die vier Bereiche Fahrpläne auszuarbeiten und Ziele zu definieren. Sie sollen kontinuierlich weiterentwickelt werden, „damit der Bürger sieht, dass wir an einem schöneren Wolfratshausen arbeiten“. Um mit den Wolfratshausern in engem Austausch zu stehen, will der Stadtmanager regelmäßig zu Rundgängen mit Organisationen und Bürgern einladen. Als Erstes ist eine Tour durch die Markstraße geplant. Künftig will er sich aber nicht nur auf die Innenstadt beschränken, sondern sich von ganz Wolfratshausen ein Bild machen. „So können wir mit den Experten vor Ort im entsprechenden Raum neue Ideen finden.“ mh

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