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Team „Gringos“: Carolin Kinzl und Paulus Guter. 

In 36 Stunden so weit wie möglich kommen 

Mit Mate-Tee auf große Reise: Diese Wolfratshauser trampen für einen guten Zweck

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Binnen 36 Stunden ohne Geld so weit zu reisen wie möglich – ohne Geld für die Fortbewegung auszugeben – und dabei Gutes tun? Das wollen Carolin Kinzl und Paulus Guter.

Wolfratshausen – Binnen 36 Stunden ohne Geld so weit zu reisen wie möglich – ohne Geld für die Fortbewegung auszugeben – und dabei Gutes tun? Das wollen Carolin Kinzl und Paulus Guter. Deshalb haben sie sich dazu entschlossen, am „BreakOut 2018“ teilzunehmen.

In Deutschland trennen Kinzl (19) aus Waldram und Guter (24) aus Wolfratshausen gerade einmal vier Kilometer. Doch um sich kennen zu lernen, mussten beide erst einmal 12.000 Kilometer weit fliegen. Kinzl half zwischen 2016 und 2017 in Argentinien als Freiwillige für die in Holzkirchen ansässige Pfarrer-Walter-Waldschütz-Stiftung im Kinderdorf Hogar Jesús Niño mit. Guter legte 2017 während seines Elektrotechnik-Studiums ein Auslandssemester ein. Und wie es das Schicksal wollte, lernte er bei einem Besuch in dem Kinderdorf die damals 17-jährige Kinzl kennen.

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Womöglich ist es die Liebe zum Reisen, die die beiden nun dazu bewegt, bei der Breakout-Challenge unter der Schirmherrschaft von Münchens Zweitem Bürgermeister Josef Schmid mitzumachen. „Das Ziel ist, innerhalb von 36 Stunden – ausgehend von München, Berlin oder Barcelona – so weit wie möglich zu reisen, ohne auch nur einen Cent Geld auszugeben“, erklärt die Waldramerin. Je weiter man kommt, desto teurer wird es: Denn ganz nach dem Vorbild der in vielen Schulen durchgeführten Spendenläufen verpflichten sich diverse Unterstützer, pro Kilometer einen vorher festgelegten Betrag zu zahlen. „Und genau diese Sponsoren suchen wir jetzt“, sagt Kinzl.

„In Argentinien haben wir das Trampen nur zu gut gelernt“

Das Geld ist für die Initiative EinDollarBrille in Erlangen bestimmt. Der Verein verhilft Menschen in den ärmsten Ländern der Welt, die unter einer Sehschwäche leiden, zu einer Brille. Vor Ort werden dazu Optiker ausgebildet, die sowohl die Fehlsichtigkeit feststellen als auch die passende Brille herstellen. „So können die Menschen wieder einer Arbeit nachgehen und sich weiterbilden“, heißt es in dem Info-Schreiben von „BreakOut“.

Die heuer zusammenkommenden Spendengelder sollen für den Aufbau von Brillenzentren verwendet werden. Im vergangenen Jahr hatten 135 Teams rund 97.500 Euro „erreist“, während sie 121 200 Kilometer zurücklegten. Der Breakout unterstützte damals den Verein Jambo Bukoba, der Schülern in Tansania hilft.

Guter und Kinzl starten am 8. Juni um 9 Uhr als Team „Gringos“. „In Argentinien hat man uns wegen unserer blonden Haare so genannt“, sagt die 19-Jährige. Dass sie relativ weit kommen werden, steht für die beiden jungen Leute außer Frage: „In Argentinien haben wir das Trampen nur zu gut gelernt“, sagt die Waldramerin. „Diese Kenntnisse wollen wir jetzt auf die Probe stellen.“ Und noch eine weitere Erfahrung aus dem Ausland soll dem Duo weiterhelfen: „Wir werden das Wochenende mit viel Mate-Tee verbringen“, sagt Kinzl und lacht. „Der schmeckt uns und hält wach.“sh

Info

Sponsoren können sich unter www.break-out.org/team/361 selbst eintragen oder direkt bei Paulus Guter unter paulus.guter@ gmail.com melden.

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