Betreuung gewährleistet: Knapp 50 Hortplätze fehlen im kommenden Schuljahr. Der Kinder- und Jugendförderverein hat aber eine Lösung gefunden.
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Betreuung gewährleistet: Knapp 50 Hortplätze fehlen im kommenden Schuljahr. Der Kinder- und Jugendförderverein hat aber eine Lösung gefunden.

Zusätzlich Hortplätze in Waldram und Wolfratshausen

Nachmittagsbetreuung im neuen Schuljahr ist sichergestellt

  • vonDominik Stallein
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Noch im März hat es so ausgesehen, als könnte der steigende Betreuungsbedarf nicht gedeckt werden. Doch der KJFV und Fritz Meixner haben Lösungen gefunden.

Wolfratshausen – Noch nie standen Schulkinder nach Unterrichtsschluss in Wolfratshausen auf der Straße: Seit Jahren kann der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) den Betreuungsbedarf am Nachmittag decken. Und obwohl der Bedarf im kommenden Schuljahr massiv ansteigt, bleibt es dabei: Jedes Kind kann versorgt werden – obwohl es im März noch gar nicht danach ausgesehen hatte. Aktuell fehlen nämlich fast 50 Plätze in den Horten des Vereins. In der jüngsten Kulturausschuss-Sitzung präsentierte der KJFV-Chef Fritz Meixner jedoch einen Fahrplan, um die Versorgung zu gewährleisten.

An zwei Stellen rüstet der Verein auf – große Investitionen und Baumaßnahmen sind dafür nicht nötig. Wie Meixner berichtete, hilft die Grund- und Mittelschule in Waldram dem Verein: Aufgrund der Aufstockung der Einrichtung ist es möglich, ein Klassenzimmer im ersten Obergeschoss in einen Gruppenraum für den Kinderhort umzuwandeln. Bis zu 25 Schüler könnten dort künftig betreut werden. „Den Bedarf in Waldram können wir damit auf jeden Fall decken“, betonte Meixner.

Wir sollten die Schulbegleiter-Idee zwingend umsetzen.

Fritz Meixner, Vorsitzender des Kinder- und Jugendfördervereins

Eine weitere Hort-Gruppe möchte der KJFV im Jugendhaus La Vida am Josef-Bromberger-Weg unterbringen. In den dafür vorgesehenen Keller-Räumen wird derzeit eine Außengruppe der Mittagsbetreuung versorgt. Diese Kinder – es handelt sich ausschließlich um Erstklässler – müssen künftig zu den Containern an der Königsdorfer Straße wandern, wo die weiteren Gruppen der Mittagsbetreuung zu Hause sind. Die Stadt verspricht sich von dieser Rochade 20 bis 25 zusätzliche Hortplätze für die Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg. „Die Fachaufsicht des Landratsamts hat uns diese Zahl bestätigt“, sagte Meixner. Die Neuerungen „könnten gerade so ausreichen“, um alle Kinder unterzubringen.

Erst vor einem Monat hatte Meixner im Kulturausschuss Alarm gegeben: 256 Hortplätze werden ab September benötigt, aktuell stehen in der Loisachstadt nur 210 bereit. Dass der KJFV-Chef (erneut) so schnell eine günstige Lösung aus dem Hut gezaubert hat, lobte Dritte Bürgermeisterin Annette Heinloth. Damit der Plan so aufgeht, wie ihn Meixner präsentierte, sind ein paar kleine Schritte nötig: „Wir brauchen zwar keine baulichen Investitionen“, betonte er. Die Umnutzung der Räume müsste der Ausschuss jedoch baurechtlich genehmigen.

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Außerdem sei eine Lösung zu suchen, wie die Erstklässler aus der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg künftig sicher zu den Containern der Mittagsbetreuung kommen können. Die Überquerung der viel befahrenen Sauerlacher Straße sei schlicht sehr gefährlich für Sechs- oder Siebenjährige. Meixner stellte auch hierfür eine Idee vor: „Wir sollten die Schulbegleiter-Idee zwingend umsetzen.“ Ein erster Versuch des Vereins habe gezeigt, dass dieses Angebot nicht allein mit Ehrenamtlichen bestückt werden kann. Meixner schlug daher eine Aufwandsentschädigung für die Freiwilligen vor, die nach Schulschluss in Signalweste und mit Verkehrskelle für mehr Sicherheit der Kleinen sorgen. „Wir wollen das auf den Weg bringen“, betonte er.

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