Nepomuk Planitzer mit seiner Frau Pamela
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Neuer Pastor: Nepomuk Planitzer, hier mit seiner Frau Pamela, tritt die Nachfolge von Pastor Andreas Müller an.

Nachfolger von Andreas Müller fängt am 1. September an

Das ist der neue Pastor der Evangelischen Gemeinschaft

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Lange Jahre hat Andreas Müller die Evangelische Gemeinschaft in Wolfratshausen geleitet. Auf ihn folgt ab September Nepomuk Planitzer aus Mühlheim an der Ruhr.

Wolfratshausen – „Ich möchte hier ankommen und die Menschen kennenlernen.“ Das sagt Pastor Nepomuk Planitzer. Er tritt am 1. September die Nachfolge von Pastor Andreas Müller in der Evangelischen Gemeinschaft in Wolfratshausen an. Begleitet wird der 41-Jährige von seiner Frau Pamela (39) und den vier Töchtern Anna (14), Lilli (13), Emma (10) und Amelie (5).

Derzeit arbeitet Planitzer als Pastor in der Andreas-Gemeinde im rund 650 Kilometer entfernten Mülheim an der Ruhr. Nicht eben der nächste Weg in die Loisachstadt. Denn auch wenn die Familie Kontakte zu Verwandten am Schliersee und Freunden im Oberland hat, Wolfratshausen war eher unbekannt. „Außer, dass uns das Navi einmal nach Wolfratshausen umgeleitet hat“, sagt Pamela Planitzer und lacht. „Also haben wir uns im Internet kundig gemacht.“ Und die Bilder blieben im Gedächtnis: „Als wir – damals noch – ,Hubert und Staller‘ angeschaut haben, kam uns die Gegend plötzlich irgendwie bekannt vor. Also haben wir noch einmal gegoogelt“, ergänzt Nepomuk Planitzer. „Dann wussten wir auch, warum.“

Schreiner, Jugendbetreuer - und jetzt Pastor

Hier in Wolfratshausen gibt noch einen alten Bekannten: Pastor Müller selbst, der ebenso wie Planitzer an der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg studiert hat. Allerdings, für den Geistlichen Dienst entschloss sich Planitzer erst relativ spät. Nach dem Abitur erlernte der 41-Jährige den Schreinerberuf, arbeitete in Augsburg ehrenamtlich als Jugendbetreuer. Hier traf er auch seine spätere Frau Pamela (39), die ursprünglich aus der Westpfalz stammt. Nach der Lehre wollte sich der handwerklich begabte Mann zum Innenarchitekten oder Industriedesigner weiterbilden. „Aber dann habe ich die Theologie entdeckt“, blickt er zurück. Und so arbeitete er in den vergangenen 13 Jahren zuerst als Jugendpastor, dann, im Anschluss, übernahm er die Gemeindepastoralstelle.

Ein echter Fan des FC Bayern

Für Wolfratshausen und die Evangelische Gemeinschaft hat sich der überzeugte Fan des FC Bayern München schon einiges vorgenommen. „Ich möchte möchte wissen, was die Menschen hier interessiert, will ein Gespür für sie entwickeln.“ Ihm ist es ein Anliegen, sich zu engagieren und eine gute Nachbarschaft zu leben. „Ich – beziehungsweise wir – wollen ein Teil des Ganzen werden.“ Ebenso liegt es Planitzer am Herzen, möglichst alle Gemeindemitglieder mit einzubeziehen. „Egal ob Senior oder Teenie, jeder soll seine eigenen Ideen und Gedanken einbringen dürfen. Alle sind ein wichtiger Teil der Gemeinde.“

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Nur eines bedauern der Pastor und seine Familie: „Wir können uns coronabedingt nicht zu einer großen Verabschiedung mit Freunden treffen und Zeit mit den Leuten verbringen, die uns wichtig sind.“

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