„Was werde ich gewesen sein?“: Wolfratshauser Studentin erfindet Kartenspiel 
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Die Köpfe hinter dem Spiel: (v. li.) Miriam Kinzl aus Wolfratshausen und ihre Kommilitonen Hannah Jäger und Julian Fischer in Passau.

„Lieberté“ fördert Argumentationsfähigkeit

„Was werde ich gewesen sein?“: Wolfratshauser Studentin erfindet Kartenspiel 

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Gemeinsam mit zwei Kommilitonen hat die Wolfratshauser Studentin Miriam Kinzl das Utopie-Spiel „Lieberté“ erfunden. Damit möchten die drei junge Erwachsene ermutigen, über die Zukunft nachzudenken. 

Wolfratshausen/Passau – Was passiert, wenn eine Wolfratshauserin, ein Oberpfälzer und eine Stuttgarterin in Passau aufeinandertreffen? Sie spielen – oder genauer gesagt: Sie erfinden ein Spiel. „,Lieberté‘ ist ein Utopie-Kartenspiel mit Podcast“, erklärt Miriam Kinzl (19), die an der Uni Passau Journalistik und strategische Kommunikation studiert. 

Wolfratshauserin erfindet Kartenspiel „Lieberté“

Die Wolfratshauserin hat zusammen mit den Kommilitonen Hannah Jäger (21, ebenfalls Journalistik und strategische Kommunikation) aus Korntal bei Stuttgart und Julian Fischer (21, European Studies) aus Weiden in der Oberpfalz das Spiel entwickelt. In „Lieberté“ geht es um die Zukunft.

Das Spiel ist für zwei bis acht Mitspieler ab 16 Jahren geeignet. „Was werde ich gewesen sein?“ ist eine der Grundfragen. „Wir möchten junge Erwachsene ermutigen, über ihre Zukunft nachzudenken und sie zu gestalten“, sagt Kinzl. 

In der Spielpraxis heißt das, das bestimmte Fragen aufgeworfen und zur Diskussion gestellt werden. Beispiel Bildung und Schule: „Wie digital ist die Schule von morgen?“ Oder eine Welt ohne Gefängnisse: „Mit wie viel Freiheit kann eine Gesellschaft umgehen?“

Grundfrage des Spiels „Was werde ich gewesen sein?“

„Pro Utopie gibt es einen selbst produzierten Podcast mit Expertenmeinung zu dem jeweiligen Thema aufs Ohr sowie Pro-Kontra-Karten als Diskussionshilfe in die Hand“, erklärt Kinzl. Die Podcasts werden per QR-Code aufgerufen. Dann wird ausgelost, wer für und wer sich gegen diese Utopie aus spricht. 

„Es kann also passieren, dass ein Mitspieler Argumente finden muss, die seiner eigentlichen Ansicht widersprechen“, so die 19-Jährige. „Umdenken, etwas von einer anderen Warte aus betrachten, ist nun gefragt.“ 

Spielkonzept fordert Fähigkeit zu Argumentieren

Dieses Konzept fördert die Fähigkeit zu argumentieren, eignet sich aber genauso für Gruppenarbeiten und Diskussionsrunden im Freundeskreis. „Ich denke“, betont die Wolfratshauserin, „dass hier auch Schulen profitieren können.“

Mit „Lieberté“ haben sich die Studenten Kinzl, Jäger und Fischer beim 5e-Business-Wettbewerb der Uni Passau beworben. Ziel ist es, sich als Unternehmer auszuprobieren, innerhalb von sieben Wochen eine möglichst hohe Reichweite zu erreichen, Kunden zu gewinnen und Umsätze zu generieren. 

Eine ausgewählte Fachjury wird die verschiedenen Geschäftsmodelle bewerten und am 16. Juli das Gewinnerteam vorstellen. 

Die Geretsriederin Myriam Kohler hingegen gründete gemeinsam mit Sabine Kampmann die Katzenbergung Wolfratshausen-Geretsried. Eine erste Bilanz der engagierten Frauen kann sich sehen lassen.

sh

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