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Auf einer Schautafel existiert es bereits: Das neugestaltete westliche Loisachufer (Rathausseite).

Seit 2013 gibt‘s konkrete Pläne

Loisachufer in Wolfratshausen: Darum liegt die Neugestaltung noch auf Eis

Seit 2013 gibt‘s konkrete Pläne für die Neugestaltung des Loisachufers. Doch die liegen weiter auf Eis.

Wolfratshausen – Ein Thema darf in keiner politischen Stammtischdebatte fehlen: die Umgestaltung des westlichen Loisachufers. Immer wieder tauchen neue Ideen auf, wie man dem derzeit vor allem als Parkplatz genutzten Areal mehr Aufenthaltsqualität verschaffen kann. Der aktuelle Vorstoß stammt von CSU-Stadträtin Renate Tilke. Sie regte im Kulturausschuss an, einen „Platz der Partnerstädte“ direkt an der Loisach anzulegen. Details nannte sie zwar nicht. Die Idee fand im Gremium jedoch großen Anklang.

Eigentlich gibt es für das westliche Loisachufer bereits seit 2013 konkrete Pläne. Das Wolfratshauser Architekturbüro Adldinger gewann seinerzeit einen Architektenwettbewerb. Um

gesetzt wurde der Entwurf zwar nicht, aber Passanten können sich auf einer Schautafel direkt am Loisachradweg ansehen, wie das Ufer (Rathausseite) ausschauen könnte.

Die Planung ist geprägt von einer durchgängigen, geschwungenen Ufermauer. Zudem sollen verschiedene Bereiche geschaffen werden. Im Zentrum steht die sogenannte Loisachwiese, die direkt ans Wasser zu steinernen Sitzbänken führt. Dazu gibt es, südlich des Pumpenhäuschens, einen gepflasterten Bereich für Veranstaltungen. Vor dem derzeit geschlossenen Rathaus-Café stellt sich das Büro Adldinger eine Freifläche für „Gastronomie und Begegnung“ vor. Auf einem Kinderspielplatz sollen die Kleinen toben, alle Altersgruppen können eine Bocciabahn benutzen. Dazu ist ein ausgeweiteter Landschaftsgarten an der großen Linde am Loisachufer angedacht.

Loisachufer: Pläne sind nicht in Stein gemeißelt

In Stein gemeißelt sind diese Pläne nicht. „Es hat einen Gestaltungs- und keinen Realisierungswettbewerb gegeben“, erklärt Bauamtschefin Susanne Leonhard. Den Entwurf, der von einer Jury aus Stadtplanern, Architekten und Stadträten mit großer Mehrheit zum Sieger gekürt wurde, müsse man nicht 1:1 umsetzen. „Aber die Architekten sollten in den Prozess miteingebunden werden und die Chance bekommen, mitzugestalten.“ Gravierende Änderungen an ihrem Entwurf seien aufgrund eines geltenden Bebauungsplans ohnehin nur schwer umsetzbar.

Loisachufer: Pläne auf einer Schautafel zu sehen

Dass die Pläne bislang nur auf einer Schautafel existieren, hängt mit der Parkplatzsituation in der Altstadt zusammen. Der Stadtrat hatte sich bereits 2013 darauf verständigt, das Westufer solange unberührt zu lassen, bis ein Ersatz für die 50 Stellflächen geschaffen ist, die dort wegfallen würden. Eine nahe liegende Lösung sollte das Parkhaus auf dem Hatzplatz sein. Doch darüber entscheiden die Stadträte wie berichtet voraussichtlich erst im September. dst

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