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Seit gut drei Monaten hat die Kreisklinik einen neuen Ärztlichen Direktor: Dr. Michael Trautnitz, Chefarzt der internistischen Abteilung, übernahm das Ehrenamt nach neun Jahren vom Chefarzt der Chirurgie, Dr. Stefan Schmidbauer.

Im Gespräch mit Dr. Michael Trautnitz

Das plant der neue Ärztliche Direktor für die Wolfratshauser Kreisklinik

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Schwerpunkte entwickeln und Pfleger gewinnen: Der neue Ärztliche Direktor der Wolfratshauser Kreisklinik hat einige Pläne. Im Interview erzählt er davon.

Wolfratshausen – Seit gut drei Monaten hat die Kreisklinik einen neuen Ärztlichen Direktor: Dr. Michael Trautnitz, Chefarzt der internistischen Abteilung, übernahm das Ehrenamt nach neun Jahren vom Chefarzt der Chirurgie, Dr. Stefan Schmidbauer. Unsere Mitarbeiterin Clara Wildenrath fragte ihn nach seinen Zielen.

-Herr Dr. Trautnitz, wie haben sich mit dem neuen Amt Ihre Aufgaben in der Kreisklinik verändert?

Der Ärztliche Direktor einer Klinik berät in ehrenamtlicher Tätigkeit die Geschäftsführung und pflegt vor allem die Kommunikation mit niedergelassenen Ärzten. Die operative Entscheidungsbefugnis und öffentliche Stellungnahmen liegen bei der Geschäftsführung, wesentliche strukturelle Entwicklungen werden vom Aufsichtsrat festgelegt.

-Was ist Ihnen persönlich bei der Ausübung dieser Position wichtig?

Dr. Michael Trautnitz: Ärztlicher DirektorKreisklinik 

Ich freue mich auf die Aufgabe, die Kommunikation und Absprache mit den niedergelassenen Kollegen zu führen und Anregungen aufzunehmen. Wesentliche Aufgabe der Kreisklinik ist es, die Bevölkerung im Rahmen der Grund- und Regelversorgung gut zu versorgen und in Ergänzung dazu, die fachliche Kooperation mit den sogenannten Maximalversorgen und Fachkrankenhäusern zu pflegen. Die Kreisklinik in dieser Aufgabenstellung zu unterstützen, ist eine wesentliche Aufgabe des Ärztlichen Direktors.

-Wie geht es mit der Entbindungsabteilung weiter?

Die Weichen für die Entbindungsabteilung sind gestellt, wir kommen in der Planung mit dem Klinikum Starnberg gut voran. Wenn abschließende Ergebnisse vorliegen, werden die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat die Öffentlichkeit informieren.

-Welches sind aus Ihrer Sicht die größten medizinischen Herausforderungen der nächsten Jahre?

Einerseits eigene medizinische Schwerpunkte zu entwickeln, andererseits die Kooperation mit Kliniken in anderen Bereichen auszubauen und die sogenannte Grund- und Regelversorgung qualitativ gut fortzusetzen, das sind die zentralen Aufgaben einer Kreisklinik in naher Zukunft. Hier berät der Ärztliche Direktor natürlich zusammen mit den anderen Chefärzten die Geschäftsführung intensiv. Neben der fachlichen und medizinischen Entwicklung ist die große Aufgabe aller Kliniken, gute Pflegekräfte zu halten und zu gewinnen. Auch hier stehen der Ärztliche Direktor und die Geschäftsführung im intensiven Austausch mit der Pflegedienstleitung. cw

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