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Auf Patrouille gehen sollen künftig in Wolfratshausen ehrenamtliche Sicherheitskräfte. Acht Bürger haben sich für diese Aufgabe bislang beworben.  

Trotz überschaubarer Bewerberzahl 

Polizei hält an Sicherheitswacht fest

Die Sicherheitswacht in der Flößerstadt nimmt langsam Form an. Zwar bleibt die Bewerberzahl auch nach der Info-Veranstaltung in der Polizeiinspektion Wolfratshausen überschaubar. Doch der Dienststellenleiter gibt sich zuversichtlich. „Wir stehen dazu, der Info-Abend war sehr positiv“, sagt Andreas Czerweny. „Ich gehe fest davon aus, dass das kommt.“

Andreas Czerweny

Wolfratshausen – Drei weitere Personen hinterließen ihre Bewerbungsunterlagen, nachdem sie von Czerweny und seinen Kollegen „in netter Runde“ noch einmal über die Anforderungen, die an ein Mitglied der Sicherheitswacht gestellt werden, informiert worden waren. „Gut, das sind nicht viele“, räumt der Dienststellenleiter ein. „Aber sie machen einen guten Eindruck.“ Besonders erfreut habe er zur Kenntnis genommen, dass die Interessenten nicht nur aufmerksam zuhörten, sondern „gleich eigene Ideen eingebracht haben“. Somit erhöht sich die Zahl der Bewerber für die Sicherheitswacht auf acht – sieben Männer und eine Frau. Deren Unterlagen gehen nun an das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd, wo die Kandidaten überprüft werden. Wenn dabei genügend übrig bleiben, kann die 40 Stunden umfassende Schulung der künftigen Sicherheitsmitarbeiter starten. „In zwei bis drei Wochen, wenn’s gut läuft“, sagt Czerweny zum weiteren Zeitplan.

Mit sechs bis acht Bewerbern sei man „fürs erste zufrieden“, sagt Stadtrat Helmut Forster (Bürgervereinigung), der dem Info-Abend am Dienstag beigewohnt hatte. Trotz des relativ bescheidenen Zulaufs bleibt er von der Notwendigkeit einer Sicherheitswacht überzeugt. „Dass dafür kein Bedarf bestehe, das sehe ich überhaupt nicht so. Im Gegenteil: Ich finde das ganz wichtig in unserer Gesellschaft“, bekräftigt der ehemalige Bürgermeister. Das sehe er regelmäßig auf seinen Spaziergängen durch die Stadt bestätigt. „Viele, vor allem ältere Menschen, fühlen sich einsam und verlassen. Denen tut es gut, wenn sie im direkten Kontakt mit der Sicherheitswacht mal Kritik üben oder einfach jemanden um Rat fragen können“, sieht Forster in den Freiwilligen auch „Berater“ für die Sorgen und Nöte der Menschen auf der Straße.

Andreas Czerweny zeigt sich von der geringen Bewerberzahl unbeeindruckt. „Wir starten auch mit vier Personen“, sagt der Polizeichef, der die Sicherheitswacht vorgeschlagen hatte. „Ich bin sicher, dass noch einige dazukommen, wenn es erst mal läuft.“ 

Rudi Stallein

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