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Seriensieger: Das Team der „Wölfe“ bezwang im Finale die Konkurrenz aus dem Süden, die „Tölzer Prügel“. 

Polizeiinspektionen aus dem Oberland messen sich

Pritschen abseits der Zelle

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Polizeiinspektionen aus dem Oberland sind gegeneinander angetreten: und zwar auf dem Volleyballfeld in der Farcheter Mehrzweckhalle.

Wolfratshausen – Die Polizeiautos vor der Mehrzweckhalle Farchet sind nicht zu übersehen. Laute Anfeuerungsschreie dringen nach außen. Doch in der Sporthalle tragen sich keine Handgreiflichkeiten zu. Hier messen sich Vertreter der Polizeiinspektionen Wolfratshausen, Bad Tölz, Garmisch, Murnau und Weilheim sowie des Einsatzzuges Weilheim in einem Volleyballmatch. Im Moment legen sich die „Schoschonen United“ mit der „Lokomotive Weilheim“ an, die „Tölzer Prügel“ schlagen sich mit den „Wölfen“.

20 Jahre lang hatte die Polizeiinspektion Bad Tölz für die Kollegen aus dem Umland jährlich ein Volleyballturnier organisiert. „Doch das Orga-Team hat sich mittlerweile aufgelöst“, erklärt Polizeiobermeister Dominik Schmidt aus Wolfratshausen „da ein Großteil mittlerweile in Pension ist.“ Während des Turniers im vergangenen Jahr wurde den Kollegen aus Wolfratshausen „in aller Deutlichkeit“ nahegelegt, die Ausrichtung zu übernehmen. „Wir haben regelmäßig gewonnen. Als Sieger sei das unsere Pflicht“, zitiert Schmidt die Kollegen. Also beschloss er, diese Aufgabe zu übernehmen. Der Termin stand, die ersten Gruppen waren angemeldet. „Und dann kam der Blitzmarathon dazwischen, wir mussten das Turnier um einen Tag verschieben.“ Deshalb konnten drei, vier Teams aus Zeit- und Organisationsgründen heuer nicht mitmachen.

Andreas Czerweny feuert die Spieler von der Empore aus an. „So ein Match ist eine gute Gelegenheit, einander kennenzulernen. Es wäre schade gewesen, so eine Tradition aufzugeben“, sagt der Chef der Wolfratshauser Inspektion. Inzwischen sind in der Halle die meisten Partien ausgetragen, das Finale steht an: Wolfratshausen gegen Tölz, die Mutter aller Schlachten. Polizeihauptkommissar Tony Lechner versucht dem Schiedsrichter, die Tragweite seiner Handlungen vor Augen zu führen. „Überleg’ dir gut, was du pfeifst“, redet er dem Unparteiischen ins Gewissen, kann dabei aber kaum ein Grinsen verbergen. „Entweder kannst du danach nicht mehr durch Tölz oder nicht mehr durch Wolfratshausen fahren.“ Doch der Referee bleibt unbeeindruckt. Eine gute halbe Stunde später ist das Match entschieden. Die „Wölfe“ haben das Turnier einmal mehr gewonnen, gefolgt von den „Tölzer Prügeln“ und den „Murnau Dragons“. 

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