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Ums Gewinnen geht es auch Radeln für Wolfratshausen: Mitmachen kann jeder, sofern er in der Stadt wohnt, arbeitet, zur Schule geht oder einem Verein angehört.

Stadtradeln 2017 

Ran an die Pedale

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Jeder Kilometer zählt: Radfahrer strampeln beim Stadtradeln wieder um die Wette – und für den Umweltschutz.

Wolfratshausen– Die Zahlen sind brandaktuell – und aus Wolfratshauser Sicht überaus erfreulich. Die Stadt an der Loisach gehört im jüngsten Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) zu den „Aufholern“: Das sind jene Kommunen, die sich, was ihre Fahrradfreundlichkeit betrifft, im Vergleich zum Test von 2014 deutlich gesteigert haben. In Bayern gehören dazu Augsburg als Gesamtsieger, Regensburg, Zirndorf, Kulmbach und eben Wolfratshausen. Für die Studie hatte der ADFC im vergangenen Herbst bundesweit rund 120 000 Radfahrer zu Themen wie Sicherheit, Stellenwert und Infrastruktur in ihrer Stadt befragt.

Ums Gewinnen geht es auch

Dass sich Verhältnisse und Image der Radstadt Wolfratshausen verbessert haben, hat wohl auch zu tun mit dem Stadtradeln – der Kampagne eines Bündnisses aus Kommunen und Landkreisen in 26 europäischen Ländern zum Wohle des Weltklimas. Bei dieser Aktion mischte Wolfratshausen 2016 erstmals mit. 159 Menschen in 13 Teams sammelten im vorigen Juli auf ihren Drahteseln an 21 aufeinanderfolgenden Tagen insgesamt 43 759 Kilometer. Aktivste Truppe mit 9129 Kilometern war – es galt natürlich einen Ruf zu verteidigen – der ADFC, bester Einzelfahrer war Helmut Schmid mit satten 3520 Kilometern. Auch infrastrukturell hat Wolfratshausen im Vorjahr nachgelegt: Die Schutzstreifen für Biker auf der hoch frequentierten Pfaffenrieder Straße sind nur ein Beispiel.

Heuer will die Stadt erneut möglichst viele Menschen aus den Sitzen ihrer Autos auf die Sättel ihrer Räder locken; dieses Mal vom 19. Juni bis zum 9. Juli, also etwas früher. „Wir haben uns für diesen Zeitraum entschieden, weil die Aktion außerhalb der Ferien stattfinden sollte, um Schulen und Klassen die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben“, sagt Radverkehrsbeauftragte Susanne Leonhard, die das Projekt betreut. Auch deshalb habe man für Schüler eine eigene Gewinnkategorie eingeführt. Denn ums Gewinnen geht’s. „Das Stadtradeln ist als Wettbewerb konzipiert, sodass das Thema Fahrrad mit Spaß vorangebracht wird“, sagt Leonhard.

Jeder, der für Wolfratshausen starten möchte, muss entweder dort leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen. Was er nicht muss: in den Geldbeutel greifen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wo jeder Radler seine Kilometer sammelt, ist übrigens vollkommen egal, sagt Leonhard, „denn der Klimaschutz endet an keiner Stadt- oder Landkreisgrenze“. Anmelden kann man sich einzeln oder als Team, Firma, Verein oder Schulklasse. Wer keine Mannschaft findet, wird automatisch dem offenen Team Wolfratshausen zugeteilt.

Zum Eintragen gibt‘s eine eigene App

Teilnehmer mit einem Internetzugang können sich mit ihrem Namen und ihrer E-Mail-Adresse für den Online-Radlkalender registrieren. Sobald man registriert ist, kann man dort seine Kilometer eintragen, die automatisch aufs Konto des jeweiligen Teams und der Kommune gebucht werden. Wer ein Smartphone besitzt, kann seine Strecken über die Stadtradel-App – sie gibt’s für Android- und IOS-Systeme – eintragen. Das geht entweder per Hand oder – noch einfacher – via eingeschalteter GPS-Funktion.

Biker, die nicht in der digitalen Welt zu Hause sind, können sich direkt an Susanne Leonhard (Telefon 0 81 71/21 43 10) oder Eva Kiel, Beauftragte für Energie und Umwelt (Telefon 0 81 71/21 43 90), wenden.

Übrigens: Auch wer kein Radl besitzt, kann für die Kommune Kilometer natürlich fressen: Die Stadt verleihe zwar keine Fahrräder, sagt Leonhard, „allerdings gibt es in Wolfratshausen die Möglichkeit, sie bei den örtlichen Anbietern auszuleihen“. Die Verleiher sind leicht zu finden im Internet unter der Adresse www.tourismus.wolfratshausen.de/verleih-und-service.

Geretsried radelt mit

Das Mittelzentrum macht gemeinsame Sache: Die Stadt Geretsried schließt sich der Aktion Stadtradeln an und fährt gemeinsam mit der Nachbarkommune nach dem Motto: „Keine Gnade für die Wade, dafür prima fürs Klima.“ Mitmachen könne jeder Bürger und jede Person, die in Geretsried, arbeitet, einem Verein angehört oder hier eine Schule besucht, sagt Bürgermeister Michael Müller. „Auch die Mitglieder des Stadtrats sind gefragt. Jeder Radkilometer zählt, ob privat oder beruflich – ab auf die Drahtesel.“ Müller und sein Wolfratshauser Amtskollege Klaus Heilinglechner laden alle Interessierten zur Auftaktveranstaltung am 19. Juni ab 17 Uhr ein. Dann radeln die Stadtoberhäupter gemeinsam mit möglichst vielen Bürgern vom Geretsrieder Rathaus gen Wolfratshausen. „Es geht dabei in erster Linie um den Spaß am Fahrradfahren“, betont Klaus Heilinglechner, „wir wollen möglichst viele Menschen dafür gewinnen, im Alltag auf das Fahrrad umzusteigen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“ Auch in diesem Jahr warten auf die Teilnehmer tolle Preise, die ortsansässige Partner gestiftet haben. Verlost werden sie während der Abschlussveranstaltung am 19. Juli. Die Einladung dazu folgt separat. Anmelden zum Stadtradeln können sich Interessierte unter www.stadtradeln.de/geretsried. Weitere Infos gibt’s bei Ilka Dietrich Naumann in der Geretsrieder Stadtverwaltung (Telefon 0 81 71/62 98 87, E-Mail: ilka.dietrich-naumann@geretsried.de oder bei Inken Domany (Telefon 0 81 71/62 98 81, E-Mail: inken.domany@geretsried.de).

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