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Ab aufs Fahrrad: Vom 9. bis zum 29. Juni läuft wieder die Aktion Stadtradeln (hier ein Bild von der Auftaktveranstaltung 2017). Heuer ist erstmals der gesamte Landkreis dabei. Foto: sh/Archiv

Ab Samstag wird gestrampelt

Rauf auf den Sattel: Das Stadtradeln geht wieder los – heuer im ganzen Landkreis

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Raus aus dem Auto, rauf aufs Rad: Die Aktion Stadtradeln geht am Samstag in die nächste Runde. Heuer beteiligt sich der ganze Landkreis. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – Radeln boomt. Laut dem Fahrrad-Monitor Deutschland steht im Haushalt von mehr als drei Viertel aller Deutschen ein Fahrrad. 38 Prozent treten mehrmals in der Woche in die Pedale, 14 Prozent davon sogar täglich. Die Verkaufszahlen von E-Bikes schießen durch die Decke. Jeder dritte Deutsche würde das Fahrrad als Verkehrsmittel in Zukunft gerne häufiger nutzen.

Diesen Trend machten sich in Vergangenheit auch die Kommunen zunutze. Sie riefen ihre Bürger zur Teilnahme an der bundesweiten Klimaschutzaktion zur Förderung der Radmobilität – kurz: zum Stadtradeln – auf. Die Aktion soll Menschen motivieren, häufiger das Rad zu nutzen und das Auto stehen zu lassen. Das tut ihnen persönlich, aber auch der Umwelt gut. Mit jedem eingetragenen Kilometer wird der eigene Beitrag zum Klimaschutz deutlich. Aber nicht nur das: „Beim Stadtradeln geht es vor allem um Spaß am und beim Fahrradfahren und vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen“, schreibt Landrat Josef Niedermaier in seinem Grußwort zur Aktion.

Wolfratshausen und Geretsried machten bereits in den vergangenen Jahren mit. Heuer steigt erstmals der gesamte Landkreis ein. Drei Wochen lang, vom 9. bis 29. Juni, sind alle Menschen, die im Landkreis wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, dazu aufgerufen, möglichst viele Kilometer auf dem Fahrrad zu sammeln. Gezählt werden alle Kilometer, egal ob privat oder beruflich zurückgelegt.

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Der Startschuss fällt am Samstag, 9. Juni, um 10 Uhr vor der Loisachhalle mit einer gemeinsamen Radtour von Wolfratshausen nach Geretsried. Mit von der Partie sind die Bürgermeister der beiden Städte, Klaus Heilinglechner und Michael Müller, sowie Vize-Landrat Thomas Holz. „Entlang der Wegstrecke geben die Amtsträger Auskunft über aktuelle Bau- und Umweltprojekte sowie den S-Bahnausbau“, kündigt Landratsamts-Sprecherin Sabine Schmid an. Ziel der Radtour ist der Karl-Lederer-Platz. Dort hat an diesem Tag ein Künstlermarkt geöffnet. Und im Geretsrieder Rathaus stehen allen Besuchern die Türen offen.

Anmelden und informieren kann man sich auf der Website www.stadtradeln.de/lk-toelz. Die Teilnahme ist einzeln oder im Team möglich. Traditionell treten bei der Aktion viele Firmen, Vereine und Gruppen gemeinsam an. Einzelne Radler können sich einer bestehenden Gruppe oder dem offenen Team anschließen. Seine erstrampelten Kilometer kann jeder Teilnehmer online oder bequem per App eintragen. So wird die eigene Leistung und die der Region sichtbar.

Das Organisationsteam aus den beiden Stadtverwaltungen sowie dem Klimaschutzmanagement des Landkreises erhält Unterstützung von der Bürgerstiftung Energiewende Oberland. Letztere hat auf ihrer Facebook-Seite eigens ein Erklär-Video für die Kampagne erstellt.

Doch nicht nur zwischen der Jachenau und Icking sind die Bürger dazu angehalten, aufs Bike zu steigen. Auch der Kreis Garmisch-Partenkirchen schließt sich der Aktion an. Darauf haben sich die Klimaschutzbeauftragten der beiden Kreise, Andreas Süß und Florian Diepold-Erl, verständigt. Sie hatten bereits den Klimafrühling Oberland organisiert. „Man darf gespannt sein, welcher Landkreis am Ende die Nase vorn hat“, sagt Sabine Schmid.

Eva Kiel und Roswitha Foißner, die Klimabeauftragten Wolfratshausens beziehungsweise Geretsrieds, versprechen sich ebenfalls viel von der Aktion: „Aufgrund der langjährigen Teilnahme darf man insbesondere auf viele Radkilometer aus Geretsried und Wolfratshausen hoffen.“ peb

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