Schüler der Realschule Wolfratshausen
+
Gut verpackt: 19 Pakete stellten die Schüler für Bedürftige in Osteuropa zusammen.

Aktion gemeinsam mit den Johannitern

Realschüler helfen Ärmsten der Armen in Osteuropa

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
    schließen

Lebensmittel, Hygieneartikel, Malbücher: Die Schüler der Isar-Loisach-Realschule haben mit den Johannitern Pakete für Notleidende in Osteuropa zusammengestellt.

Wolfratshausen – Als Weihnachtsengel erwiesen sich die Schülerinnen und Schüler der Isar-Loisach-Realschule Wolfratshausen. Sie stellten im Rahmen des Religion- und Ethikunterrichts 19 Pakete zusammen, die über die Johanniter-Unfall-Hilfe an die Ärmsten der Armen in Osteuropa, aber auch in Deutschland verteilt wurden. Der Inhalt: Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Malbücher und Stifte für die Kleinsten.

Normalerweise bringen jedes Jahr bis zu 50 Weihnachtstrucks an die 65 000 Pakete nach Albanien, Bosnien, Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine, wo sie dann von den 160 ehrenamtlichen Helfern der Johanniter verteilt werden. Diesmal ließ es die Corona-Pandemie nicht zu, dass die Helfer selbst fuhren. Der Grund: „Sie dürfen nicht in Risikogebiete entsendet werden“, sagt Patricia Schmid, Lehrerin und Initiatorin der Hilfsaktion an der Realschule.

Die Menschen vor Ort warteten sehnsüchtig

Deshalb wurde eine andere Lösung gefunden: Die Geschenke wurden Speditionen mitgegeben, die sich auf den Weg durch zahlreiche Zollkontrollen machten. Tausende Kilometer wurden auf Autobahnen, durch Schneegestöber und unwegsames Gelände zurückgelegt. „Aber die Menschen vor Ort warteten bereits sehnsüchtig“, weiß Schmid. „Besonders, weil die Pandemie häufig Menschen trifft, die sich ohnehin schon in schwierigen Lebenssituationen befinden.“ Ihre Lage sei aufgrund der Corona-Krise durch die zusätzlichen wirtschaftlichen Einbrüche noch hoffnungsloser geworden.

Lesen Sie auch: Kreis investiert Millionen in die Realschule

Durch die Beteiligung an der Aktion wollten die Realschüler ihre Solidarität zum Ausdruck bringen. Ein Schüler brachte es im Namen aller auf den Punkt: „Wer das Geschenk erhalten hat, helfen zu dürfen, der hat zum einen gesehen, wie gut es einem doch selbst geht und zum anderen, was es heißt zu helfen.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare