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Geklautes Brot aus dem Supermarkt: Das kommt einen Wolfratshauser Renter nun teuer zu stehen.

1350 Euro für ein geklautes Brot

Wolfratshausen: Rentner klaut Brot - und muss dafür teuer bezahlen

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Bereits zum wiederholten Male hat ein Rentner lange Finger gemacht. Dieses Mal klaute der Wolfratshauser ein Brot im Supermarkt - das kommt den Beschuldigten jetzt teuer zu stehen. 

Wolfratshausen Der Staatsanwältin reichte ein Satz, um die Verfehlung des Angeklagten zu formulieren. Am 14. Juni 2018 gegen 15.30 Uhr hatte der Rentner in einem Wolfratshauser Supermarkt einen Laib Brot im Wert von 5,10 Euro entwendet. Deshalb wurde der 80-Jährige nun zu einer Geldstrafe von 1350 Euro verurteilt.

Stimmt so, erklärte der Beschuldigte. Die Frage des Richters nach dem Warum konnte er nicht erklären. „Ich müsste jetzt wahrscheinlich eine gute Ausrede erfinden“, sagte der Wolfratshauser. Nach einer kurzen Pause fuhr er fort „Ich habe manchmal Angst, das ich meinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann. Ich habe Angst, dass mir das Geld ausgeht“, stammelte der Senior.

Eine Verkäuferin war auf den Mann aufmerksam geworden, weil er kurz nachdem er gekommen war, den Laden durch die Obstabteilung wieder verließ. Die Kassiererin folgte ihm nach draußen und bekam gerade noch mit, „wie der Herr ein Brot aus der Jacke zieht und es in eine Tasche stecken will.“

Es war nicht das erste Mal, dass der 80-Jährige lange Finger gemacht hatte. Vier Geldstrafen wegen Diebstahls waren bereits gegen ihn verhängt worden. „Ich lang nix mehr an“, versprach der Beschuldigte, bevor die Staatsanwältin ihren Antrag stellte: 150 Tagessätze zu je 15 Euro, insgesamt 2250 Euro.

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Als Richter Helmut Berger ihm Gelegenheit gab, sich vor der Urteilsverkündung nochmal zu äußern, wurde der Mann verlegen. „Hat die Polizei noch nicht mit ihnen gesprochen? Ich hab’ doch schon wieder was gemacht.“ Der Richter schnaufte und verdrehte die Augen. Er blieb mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen deutlich unter der Forderung der Anklagevertreterin.  

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