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Kult-Kommissar: Das Foto zeigt Götz George in der Rolle des Horst „Schimmi“ Schimanski bei Dreharbeiten zu einer Folge der ARD-Krimiserie „Tatort“. George starb am 19. Juni im Alter von 77 Jahren.

Kino-Open-Air am Samstagabend

Schimanski ermittelt am Loisachufer

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Wolfratshausen - Es war eine spontane Idee: Das Bürgerfest am Samstag wird um ein Kino-Open-Air erweitert.

Einen Tag vor dem Bürgerfest in der Flößerstadt haben auch die Wetterfrösche ein Grinsen im Gesicht: Gefühlte 27 Grad wird’s am Samstag warm, die Regenwahrscheinlichkeit tendiert gegen null Prozent. Beste Voraussetzungen, um das Bürgerfest am 9. Juli, das um 10.30 Uhr von Bürgermeister Klaus Heilinglechner auf dem Marienplatz offiziell eröffnet wird, zu besuchen.

Spontan haben die Wolfratshauser Firma wor.tv und der Medienpartner des Bürgerfestes, der Isar-Loisachbote, das Fest um einen Programmpunkt erweitert: Im Biergarten des Wirtshauses Flößerei am Loisachufer wird es am Samstag einen Open-Air-Kinoabend geben. Gezeigt wird der legendäre Streifen „Zahn um Zahn“, der Eintritt ist frei.

„Zahn um Zahn“ ist ein deutscher Kinofilm aus dem Jahr 1985, der auf der bekannten ARD-Fernsehreihe „Tatort“ beruht. Die Hauptrolle, Kriminalhauptkommissar Horst „Schimmi“ Schimanski, spielt der kürzlich verstorbene Götz George. Den Titelsong „Faust auf Faust“ stammt von der Klaus Lage-Band. Los geht’s nach Einbruch der Dunkelheit um 22.15 Uhr. Der Film dauert 95 Minuten und ist freigegeben ab 16 Jahren.

Für den Wolfratshauser Stefan Eckardt, der Kopf hinter wor.tv, ist der Abend eine Hommage an Götz George. „Zahn um Zahn ist einfach ein Kultkrimi mit dem unvergessenen Schimmi,“ sagt der 50-Jährige. Eckardt sieht den Freiluft-Filmabend auch als Einstimmung auf das am kommenden Donnerstag beginnende Loisachkino-Openair, das der Medienunternehmer im Auftrag der Stadt Wolfratshausen heuer erneut organisiert hat.

„Zahn um Zahn“ ist die 200. Folge der Tatort-Reihe und war 1985 der erste ARD-Krimi, der speziell fürs Kino hergestellt wurde. „Schimmi“ (Markenzeichen: beige-graue M 65-Feldjacke) ermittelte ab 1981 in Duisburg. Die Figur markierte damals eine Wende in der Reihe der eher konventionellen Tatort-Kommissare. Zum ersten Mal wurde ein Kriminalbeamter mit Ecken und Kanten gezeigt – einer, der fluchte, prügelte, in einem Drecksloch wohnte und dem die Dienstvorschriften herzlich egal waren. Der Ruhrpott-Prolet mit dem Herz am rechten Fleck veränderte das Bild des deutschen Fernsehkommissars nachhaltig.

Alle Informationen zum Bürgerfest am Samstag, 9. Juli, gibt’s auf der Homepage der Stadt Wolfratshausen unter www.wolfratshausen.de.

Carl-Christian Eick

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