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1100 Unterschriften hat die Protestaktion von LAW und Werbekreis schon. Damit wollen die Initiatoren die Stadträte zum Handeln zwingen. Bis Ende September liegen die Listen aus.

„Das hätten wir nicht erwartet“

Schon 1100 Unterschriften: Bürger unterstützen Protestaktion von LAW und Werbekreis

1100 Unterschriften hat die Protestaktion von LAW und Werbekreis schon. Damit wollen die Initiatoren die Stadträte zum Handeln zwingen. Bis Ende September liegen die Listen aus.

Wolfratshausen – Großer Zuspruch für die Plakataktion: 1100 Unterschriften hat Ernst Gröbmair bereits gezählt. Zusammen mit dem Werbekreis hatte der Verein Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) die Kampagne initiiert, um den Stadtrat zur Umsetzung einiger Innenstadtprojekte aufzufordern („Handelt endlich!“). Die Unterschriftenlisten liegen noch bis Ende des Monats aus.

Gröbmair, Leiter des LAW-Beirates, ist vom Zwischenstand begeistert: „Dass wir sogar in den Sommermonaten, wo viele Menschen im Urlaub waren, so viel Zustimmung erhalten, hätten wir nicht erwartet.“ Auch Werbekreis-Vorsitzende Ingrid Schnaller freut sich über die Resonanz: „Wir mussten die Unterschriftenlisten nicht einmal bewerben.“ Die vielen Namen auf der Liste begreift sie „als Untermauerung unserer Forderungen“. Schnaller: „Nicht nur wir Initiatoren wollen sehen, das etwas vorwärts geht, sondern auch viele Wolfratshauser Bürger. Das wird durch die über 1000 Unterschriften eindrucksvoll bewiesen.“

Explizit fordern die Wortführer die Umsetzung von drei Projekten: Das westliche Loisachufer (Rathausseite) soll umgestaltet, zusätzliche Parkplätze in der Innenstadt geschaffen und die Umgestaltung der Marktstraße vorangetrieben werden. Mit Willensbekundungen wollen sich LAW und Werbekreis nicht länger zufrieden geben: „Geredet wurde schon viel. Aber in den vergangenen Jahren wurde kein einziger Beschluss umgesetzt, der die Altstadt betrifft“, moniert Gröbmair.

Auch die jüngsten Entscheidungen stimmen Gröbmair nicht um. So hat Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) angekündigt, für die Umgestaltung der Innenstadt einen Bürgerbeteiligungsprozess anstoßen zu wollen. „Wir befürchten, dass das Projekt damit noch mehr in die Länge gezogen wird“, so Gröbmair. Bis die Bürger-Arbeitsgruppen zu Ergebnissen kämen, die dann im Stadtrat besprochen werden, stehe die Kommunalwahl 2020 vor der Tür. In den Wochen vor dem Urnengang würden in der Regel nicht mehr viele richtungsweisende Beschlüsse gefasst. „Dann dauert es noch viele Jahre, bis hier ein Bagger anrollt“, glaubt Gröbmair.

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In der aktuellen Ausgabe des Rathausmagazins „Wolfratshausen Aktuell“, das an alle Haushalte verteilt wird, äußert sich Bürgermeister Heilinglechner zur Plakataktion. Er betrachtet die Kampagne als Negativwerbung für die Loisachstadt. Die Attraktivität Wolfratshausens sei durch die Aktion von LAW und Werbekreis beschädigt worden. Das sieht Gröbmair anders. „Die Aktion wäre nicht notwendig gewesen, wenn es schneller vorwärts gehen würde.“

Der LAW-Beiratsvorsitzende sieht sich durch die über 1000 Unterstützer in seiner Meinung bestätigt. Bis Ende des Monats sollen die Unterschriftenlisten noch in insgesamt 52 Geschäften in Wolfratshausen ausliegen. Die orangefarbenen Plakate sind mittlerweile abgehängt.

Dominik Stallein

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