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Großer Bahnhof für ein kleines Bäumchen: Die Klasse 3b der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg pflanzte am Dienstagvormittag eine Mährische Eberesche im Pausenhof. Mit den Kindern freuen sich (hinten, v. li.) Lehrerin Sabine Bischoff, Schulleiter Frank Schwesig, Dr. Manfred Fleischer (Umweltreferent des Stadtrats), Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Bauamtsmitarbeiterin Susanne Leonhard, Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller, Bauamtsmitarbeiter Franz Hofner und Gartenbauer Peter Holzer. 

Hammerschmiedschule

Am neuen Baum wird nicht gerüttelt

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Wolfratshausen –  Unter fachkundiger Anleitung von Gartenbauer Peter Holzer setzten die Mädchen und Buben eine Mährische Eberesche auf den Pausenhof. Das schlanke Bäumchen ist zirka acht Jahre alt und „typisch für unsere Region“, erklärte Holzer den Kindern. Lehrerin Sabine Bischoff hatte zur Feier des Tages mit der 3b einen Tanz einstudiert, zudem hängten die Mädchen und Buben bunte Zettel mit Versen über die Natur im Allgemeinen und den Baum im Speziellen an die Esche. Spendiert hat den neuen Baum die Stadt. Die neun Jahre alte Schülerin Sophia sagte dafür Bürgermeister Klaus Heilinglechner im Namen der Grund- und Mittelschule herzlichen Dank.

Der Tag des Baumes wird seit 1952 in Deutschland gefeiert. Ziel ist es, der Bevölkerung und insbesondere der Jugend jeweils am 25. April durch symbolhafte Pflanzungen und Veranstaltungen die besondere Bedeutung des Baumes vor Augen zu führen. „Eine gute Sache“, sagte der Umweltreferent des Wolfratshauser Stadtrats, der promovierte Forstwissenschaftler Dr. Manfred Fleischer. Seit 1952 sind zwischen der Nordseeinsel Sylt und Garmisch-Partenkirchen laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) mehrere tausend Bäume gepflanzt worden. Der SDW stellt den Aktionstag jedes Jahr unter ein anderes Motto. Heuer, anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation, wachsen vor allem Apfelbäume in die Höhe. Hintergrund ist der Ausspruch von Martin Luther: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Schulleiter Frank Schwesig appellierte am Dienstag an die Schüler, „ein bisserl auf unseren neuen Baum aufzupassen“. Das scheint für die Mädchen und Buben der 3b selbstverständlich zu sein: Sie versprachen, „nicht an den Baum hinzuspringen“ und „nicht an ihm zu rütteln“. Schwesig quittierte die Schwüre mit einem Lächeln. Damit die Mährische Eberesche auf dem Pausenhof gedeiht, „helfen wir alle zusammen“, kündigte der Schulleiter an. 

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