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Ranzen geschultert und die Schultüte im Arm: Die sechsjährige Emily aus Wolfratshausen besucht seit Dienstag die erste Klasse. 

Wir durften die junge Wolfratshauserin begleiten

Schulanfang im Landkreis: So erlebt Erstklässlerin Emily ihren ersten Schultag 

Für mehrere hundert Mädchen und Buben im Landkreis begann am Dienstag ein neuer Lebensabschnitt. Eine davon ist Emily aus Wolfratshausen. Wir durften sie an ihrem ersten Schultag begleiten.

Wolfratshausen – Die Aufregung ist Emily anzumerken. Die Sechsjährige grinst scheu und drückt ihre rote Schultüte eng an den Körper. Am Dienstag hat Emily ihren ersten Schultag an der Schule am Hammerschmiedweg in Wolfratshausen.

„Die Schultüte habe ich im Kindergarten selbst gebastelt“, sagt die Wolfratshauserin stolz. Auf die rote Wellpappe hat sie viele Sterne und zwei bunte Eulen aus Moosgummi geklebt. „Ich war nämlich in der Eulengruppe“, erklärt sie, als sie vor dem Eingang zum Schulgelände steht. Was in dem bunten Kunstwerk versteckt ist, weiß sie nicht. „Meine Mama hat die Schultüte gepackt, und ich musste solange eine Runde laufen.“ Aus Neugier sei sie aber „so schnell gelaufen, dass ich noch eine zweite Runde laufen musste“. Obwohl sie die Tüte erst am Nachmittag öffnen darf, hat sie eine Vermutung was sie darin findet: „eine Überraschung.“

Eine schöne Überraschung erlebte Emily schon vor dem ersten Schultag: „Ich bin mit meiner besten Freundin zusammen in der Klasse“, freut sie sich. In diesem Moment ruft ein junges Mädchen mit Pferdeschwanz nach Emily und kommt – die Schultüte ebenfalls fest umklammert und einen Ranzen auf dem Rücken – über den Pausenhof zu Emily gesprintet. Miriam war bereits in der selben Kindergarten-Gruppe wie Emily. Jetzt gehen sie zusammen mit 18 anderen Kindern in die Klasse 1b.

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Bevor sie ihr Klassenzimmer beziehen, setzen sich die beiden Freundinnen in die Turnhalle der Schule. Hier findet die offizielle Begrüßung der insgesamt 105 ABC-Schützen statt. Die Zweitklässler heißen die Neuankömmlinge mit einem Lied willkommen. Nachdem Schulleiter Manuel Schwesig die aufgeregten Kinder und ihre Eltern begrüßt und ihnen erklärt hat, dass „jetzt eine neue Zeit beginnt“, sieht Emily zum ersten Mal ihr Klassenzimmer.

Neben wen sie sich setzt, war schon im Vorfeld klar: Miriam und Emily teilen sich die Schulbank. Vor ihnen auf dem Tisch stehen Schilder mit ihrem Namen. Um ihren Hals trägt Emily eine Kette. Auf den Papieranhänger hat sie ihren Namen geschrieben. „Das kann ich nämlich schon“, sagt sie wie selbstverständlich. „E, M, Strich mit Punkt, L und Y“ buchstabiert sie zum Beweis.

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Auch einfache Rechenaufgaben löst sie schon. „Ich kann alle Zahlen bis zehn rechnen.“ Das ist der jungen Wolfratshauserin aber nicht genug. „Vor allem rechnen will ich noch besser können“, sagt Emily. Das steht aber am ersten Tag noch nicht auf dem Stundenplan. Im Mittelpunkt ist das Kennenlernen. „Wir haben alle ein Bild gemalt“, sagt die Sechsjährige nach dem einstündigen Schulprogramm. Einen Regenbogen über einer grünen Blumenwiese hat sie zu Papier gebracht. „Danach haben wir im Stuhlkreis zusammen gesungen.“

Ihre ersten Eindrücke von der Schule sind positiv. Die Lehrerin sei freundlich, die Klassenkameraden machen einen netten Eindruck. „Aber ich weiß noch nicht alle Namen.“ Die will sie am zweiten Schultag lernen. „Ich freue mich schon auf morgen.“ Nervös ist Emily nämlich schon gar nicht mehr.Dominik Stallein

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