Ein Schwertransporter fährt auf die Wolfratshauser Marktstraße.
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Im Schritttempo: Gegen die Fahrtrichtung bog der Transporter auf die Marktstraße ein.

Millimeterarbeit im Markt

Wolfratshausen: Schwertransporter bahnt sich Weg zur Bauruine

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Das war Maßarbeit: Um ein Rammbohrgerät mit Zubehör zur Baustelle am ehemaligen Isar-Kaufhaus zu bringen, musste die Wolfratshauser Innenstadt am Mittwochabend gesperrt werden.

Mit Hilfe eines Schwertransporters wurde die Maschine entgegen der Fahrtrichtung durch die Marktstraße transportiert – eine Millimeterarbeit. Mit geübter Hand lenkte Michael Bachhuber von der Firma Bichler den Koloss im Schritttempo am Schwankl-Eck vorbei.

Was für ein Koloss: Das Rammbohrgerät wiegt 107 Tonnen.

„Der kann das“, lobte Polizeihauptkommissar Tony Lechner. 3,35 Meter ist das Gefährt breit, sein Gewicht liegt bei 107 Tonnen, die Länge bei 29 Metern. „Dazu noch vier Meter Überstand“, rechnete Lechner vor. „Da hat es ein extra TÜV-Gutachten gebraucht, bevor es losging.“ Zuvor stand das Rammbohrgerät auf einer anderen Baustelle in München, ehe es nun in der Loisachstadt zum Einsatz kommt. „Die Route war genau festgelegt, da gab es keine Abweichung“, so Lechner weiter.

Mittlerweile hatten sich einige Passanten eingefunden, um das Spektakel zu beobachten. Die Arbeiter hängten die Zugmaschine ab und legten Rampen an. Langsam fuhr das Bohrgerät auf die prominente Baustelle in der Altstadt. Lechner war zufrieden. „Alles hat gut geklappt.“ Eine knappe halbe Stunde nach Ankunft des Schwertransporters konnten die Verkehrsteilnehmer wieder durch den Markt fahren.

sh

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