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Mahlzeit: Auch Weißwürste ließ sich der Zechpreller schmecken.

Münchner macht sich einfach aus dem Staub

So spürte die Wolfrasthauser Sicherheitswacht einen Zechpreller (58) auf

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Einen Zechbetrüger hat die Wolfratshauser Polizei mit Hilfe der Sicherheitswacht geschnappt. Den 58-jährigen Mann aus München erwarten vier Anzeigen.

Wolfratshausen – Der Wirt einer Gaststätte am Untermarkt hatte am Sonntag gegen 13.35 Uhr die Polizei angerufen. Ein zunächst unbekannter Mann hatte bei ihm Weißwürste und Bier im Wert von knapp 30 Euro verzehrt und sich dann ohne zu bezahlen aus dem Staub gemacht. Ein Angestellter konnte den Zechpreller recht gut beschreiben. Dennoch verlief eine sofort eingeleitete Fahndung zunächst erfolglos.

Gegen 14.15 Uhr entdeckte dann ein Angehöriger der Sicherheitswacht an der Eisfläche an der alten Floßlände einen Mann, auf den die Beschreibung passte, berichtet die Polizei weiter. Er hatte sich einen Glühwein bestellt, wollte ihn aber erst später bezahlen. Als der Verdächtige dann auch noch versuchte, den Rucksack eines Kindes zu klauen – was dessen Vater zu verhindern wusste –, war die Sache klar. Der Mann flüchtete in Richtung Loisachhalle. Die Sicherheitswacht nahm sofort die Verfolgung auf und informierte über Funk die Polizei. Gestellt wurde der Verdächtige schließlich in einer Gaststätte, wo er gerade wieder Getränke bestellt hatte.

Eine Durchsuchung ergab, dass der 58-Jährige aus München kein Geld bei sich hatte. Er gab die Zechprellerei in dem Lokal am Untermarkt auch zu. Weitere Recherchen ergaben, dass der Mann in jüngster Zeit mehrmals in ähnlich gelagerten Fällen aufgetreten war. Laut Polizei erwarten den Münchner nun vier Anzeigen wegen Zechbetrugs und Diebstahls.

Die Polizei bittet den Vater des Kindes, dessen Rucksack der Täter klauen wollte, sich unter Telefon 0 81 71/4 21 10 in der Wolfratshauser Inspektion zu melden.  

sas

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