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Künstliche Surfwelle: Die Unterstützung für das Projekt ist groß. 

Künstliche Surfwelle in Weidach

Verein „Surfing Wolfratshausen“ wehrt sich gegen Vorwürfe des Aktionsbündnisses

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Der Verein „Surfing Wolfratshausen“ wehrt sich gegen die Vorwürfe des Aktionsbündnisses. Die Gegner wollen den Bau der Surfwelle verhindern.

Wolfratshausen – Der Verein „Surfing Wolfratshausen“ wehrt sich gegen die Kritik des Aktionsbündnisses, das sich gegen den Bau einer Surfwelle positioniert hat. „Offene Punkte wurden bereits im Juni im Stadtrat diskutiert und sollten für die Finanzierung keine Rolle mehr spielen“, schreibt Jan Görner (43) in einer Pressemitteilung. „Viele Wolfratshauser Bürger und Unternehmer stehen voll hinter dem Projekt.“

Das Aktionsbündnis fordert von Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) und Stadtrat, die Unterstützung für die in Weidach geplante Surfwelle „unverzüglich“ einzustellen, unter anderem, weil auf die Stadt erhebliche Zusatzkosten zukommen würden (wir berichteten).

„Die Befürchtung, dass durch bisher nicht berücksichtigte Infrastrukturmaßnahmen wie Parkplätze, WCs und deren Unterhalt weitere Kosten entstehen würden, können wir nicht nachvollziehen“, so Vereinsvorsitzende Stefanie Kastner. Diese Bedenken seien vor über einem halben Jahr Thema im Stadtrat gewesen. Zudem würde die Stadt diese Maßnahmen unabhängig vom Wellenprojekt planen.

Den Vorwurf, andere Vereine würden durch die Welle finanziell benachteiligt, „entbehrt jeglicher Grundlage“. Denn über die Hälfte der finanziellen Mittel für das Wellenprojekt stamme aus EU-Fördergeldern sowie insgesamt über 120 000 Euro, die viele „begeisterte Wolfratshauser Bürger und Unternehmer“ seit Projektbeginn gespendet haben. Gerade der gigantische Zuspruch Ende des vergangenen Jahres habe gezeigt, wie stark der Rückhalt der Bevölkerung für das Projekt sei. „Dennoch ist es nicht unsere Art, Vereine gegeneinander auszuspielen“, schreibt Görner. „Unser Anspruch ist schon von Tag Eins an, miteinander zu reden – nicht übereinander.“

Auch zum Thema Wasserstände und Betriebszeiten hat der Verein Anmerkungen. Beides sei über Jahre hinweg geprüft worden. Das Aktionsbündnis geht davon aus, dass ein Betrieb der Surfwelle nur an 60 bis 100 und nicht an 125 Tagen möglich sei. Der Wolfratshauser stellt klar: „Alle zu Grunde liegenden Zahlen wurden dabei bewusst sehr moderat gewählt, sodass die tatsächlichen Nutzungstage in der Planung korrekt berechnet wurden.“ Ein auf Wasserbau spezialisiertes Ingenieurbüro habe festgestellt, dass selbst im sehr trockenen Sommer 2018 der Surfbetrieb nur an wenigen Tagen hätte eingestellt werden müssen.

Besonders hart treffe den Verein der Vorwurf der Klimaschädlichkeit: Denn der Kraftwerksbetreiber habe bereits eine Modernisierung seiner Anlage geplant, sodass die CO2-Bilanz nach dem Bau der Welle und der nachgelagerten Modernisierung deutlich geringer ausfallen werde als heute.

Lesen Sie auch: Interview mit Vorsitzender von Surfing Wolfratshausen: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht

Keine „bösen Überraschungen“ kämen auch bei Betriebskosten, Haftung und weiteren Verpflichtungen auf die Stadt zu. Denn diese seien bereits umfangreich mit der Kommune vertraglich geregelt worden. Auch die Befürchtung der Kritiker, dass sich der Verein auflösen könnte, sei unbegründet. Nach über sechs Jahren, denen laut Görner mehr als 3000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet wurden, habe der Verein bewiesen, dass er sein Projekt „mit Herzblut und valider Arbeit weiter vorantreiben und seine Aufgaben erfüllen wird“.

nej

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