Rüdiger Lorenz (Filmemacher aus Icking), Wiggerl Gollwitzer und Annekatrin Schulz (beide Vorstandsmitglieder des Historischen Vereins Wolfratshausen).
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Das Isarkaufhaus und seine Geschichte beleuchten (v.li.) Rüdiger Lorenz, Filmemacher aus Icking sowie Wiggerl Gollwitzer und Annekatrin Schulz, beide Vorstandsmitglieder des Historischen Vereins Wolfratshausen. Sie stehen vor der viel diskutierten Baustelle des Isarkaufhauses in der Altstadt.

Isarkaufhaus, Kloster Beuerberg, Ammerlander Schlosskapelle

Das ist beim Tag des offenen Denkmals im Landkreis geboten

  • Volker Ufertinger
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Der Tag des Offenen Denkmals am kommenden Sonntag fällt heuer etwas kleiner aus. Doch er findet statt, der Pandemie zum Trotz.

  • Der Tag des offenen Denkmals erfreut sich normalerweise großer Beliebtheit
  • Heuer gibt gibt es coronabedingt ein abgespecktes Programm
  • Drei Veranstaltungen finden im Nordlandkreis statt

Bad Tölz-Wolfratshausen – Von der Schmiede über Kirchen bis zum Walchenseekraftwerk: Im September kann man normalerweise landauf, landab Denkmäler besuchen, die sonst der Allgemeinheit nicht zugänglich sind. Doch heuer findet der Tag des offenen Denkmals nicht wie gewohnt statt. Grund ist zum einen, dass kein Nachfolger für die ausgeschiedene Kreisheimatpflegerin Maria Mannes gefunden wurde, zum anderen die aktuelle Infektionslage. So wurde etwa in Geretsried der Denkmaltag und das damit verbundene Dorffest von der Stadtverwaltung mit Verweis auf die Pandemie abgesagt. Nur einige Veranstaltungen widmen sich bekannten Denkmälern – vornehmlich im Nordlandkreis. Ein Überblick.

Wolfratshausen: Das Isarkaufhaus

Der Historische Verein hat sich kurzfristig entschlossen, die im Jahresprogramm angekündigte Veranstaltung abzuhalten – wenn auch in verkleinerter Version, um die behördlichen Vorgaben zu erfüllen. Interessierten Zuschauern soll ein kurzer Überblick über die ehemals denkmalgeschützten und geschichtsträchtigen drei Häuser des früheren Isarkaufhauses mittels einer kleinen Einlage nahegebracht werden. Diesen Part übernehmen die Vorstandsmitglieder Annekatrin Schulz und Wiggerl Gollwitzer jeweils zur vollen Stunde um 14, 15 und 16 Uhr vor dem alten Vermessungsamt Wolfratshausen. Im Anschluss daran wird im Innenhof des Rathauses der etwa halbstündige Film „50 Jahre Isarkaufhaus“ des Ickinger Filmemachers Rüdiger Lorenz gezeigt. Während der gesamten Vorführung sind Mund-Nasen-Masken zu tragen. Die für die Zuschauer gekennzeichneten Stehplätze und der dadurch resultierende Abstand ist einzuhalten. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt und entfällt nur bei Starkregen.

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Beuerberg: Das Kloster

Auch das Kloster Beuerberg öffnet am Sonntag, 13. September, seine Pforten. Für alle, die den Parcours durch die aktuelle Ausstellung „Tugendreich“ lieber mit kompetenter Begleitung absolvieren wollen, gibt es Führungen. Treffpunkt ist um 11, 12 und 15 Uhr, die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Treffpunkt an der Klosterpforte. Außerdem gewährt Klostergärtnerin Rosi Manhart Einblick in den üppigen Klostergarten, den sie mit Hingabe pflegt. Beginn ist um 11 Uhr, Treffpunkt an der Klosterpforte, der Eintritt beträgt drei Euro, zugelassen sind maximal zehn Personen. Offen sind auch das Klosteratelier mit Künstlerin Elke Härtl (13 bis 17 Uhr) sowie die Klosterbackstube von Michael Matschuk (11 bis 17 Uhr). Höhepunkt an diesem Tag ist der sogenannte Totengang, der für die Ausstellung restauriert wurde. Auch die Ausstellung „Die Kleider der Maria“ von Bettina Dittlmann ist im Gartenpavillon zu sehen. Hierzu gibt es auch ein digitales Angebot. Die Diözese weist darauf hin, dass für alle Besucher im Kloster inklusive Atelier, Werkstatt und Gastronomie die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln gelten. Es wird gebeten, mit einem Mund-Nasen-Schutz zu kommen und diesen während des gesamten Besuchs zu tragen. Da die Besucherzahl begrenzt ist, kann es zu kurzen Wartezeiten am Eingang kommen.

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Besondere Zeiten: Im Kloster Beuerberg gelten, wie überall, die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln. Die Diözese bittet um Verständnis.

Ammerland: Die Schlosskapelle

Der Ostuferschutzverband (OSV) lädt für Sonntag, 13. September, nach Ammerland. Dort kann man die Schlosskapelle Heilige Drei Könige an der Nördlichen Seestraße besichtigen. Besucher werden gebeten, sich um 17 Uhr bei der Kapelle einzufinden. Um die aktuellen Corona-Regeln einzuhalten, sind nur sechs Personen pro Führung zugelassen. Auch der Mund-Nasen-Schutz ist obligatorisch. Erste Vorsitzende Ursula Scriba bittet um Anmeldung unter der Rufnummer 0 81 77/9 23 10 oder per Mail an osv-vorstand@ scribaup.de. Der Ostuferschutzverband saniert und restauriert die Kapelle seit 2007 für die Kirchenstiftung Münsing mit dem Ziel, die Filialkirche wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Pfarrer Martin Kirchbichler plant hier einen Ort der stillen Andacht und des Gebets. Die Schlosskapelle wurde 1685 vollendet. Sie bot ansässigen Fischer- und Bauernfamilien sowie den Bediensteten des Ammerlander Schlosses die Möglichkeit für Messen und Andachten.

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Benediktbeuern: Das Kloster

Das Kloster Benediktbeuern kann notgedrungen nur einen „Tag des offenen Denkmals light“ anbieten. „Es wird nicht wie im gewohnten Umfang Veranstaltungen geben“, teilt die Klosterleitung mit Blick auf den kommenden Sonntag mit. Man beschränkt sich darauf, um 14.30 Uhr eine Führung zu offerieren. Außerdem wird Pater Hans Neuer jeweils um 13.30 und um 15.30 Uhr ab der Klosterpforte eine Spezialführung mit Psallierchor und Bibliothekssaal leiten. Alle drei Führungen sind kostenlos. Da jeder Exkurs coronabedingt auf 20 Personen beschränkt bleiben muss, empfiehlt die Klosterleitung eine telefonische Anmeldung unter der Telefonnummer 0 88 57/8 81 10.

Infos im Internet:

www.tag-des-offenen-denkmals.de. Dort findet man auch das Online-Angebot vom Kloster Beuerberg.

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