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Ein Vergnügen für Kinder und Erwachsene: Das Musical „Die Kuh, die wollt’ ins Kino geh’n“, war am Samstagnachmittag im Rahmen des Flussfestivals an der alten Floßlände zu erleben. 

Flussfestival

Tierisches Kinder-Musical mit Tiefgang

Die Flussfestival-Tribüne war am Samstagnachmittag fast voll. Mit Spannung erwartenden zahlreiche Kinder das Musical „Die Kuh, die wollt’ ins Kino geh’n“. Das Stück stammt aus der Feder des Kabarettisten Werner Maier und seiner Lebensgefährtin Margit Sarholz – die Macher der beliebten „Sternschnuppe-Kinderlieder“.

Wolfratshausen – Das Musical, so Meier, handelt „vom Mut und Glück haben, ist liebenswert verrückt und berührt Kinder wie Erwachsene gleichermaßen“. Alles dreht sich um eine junge Kuh, die ihren Mit-Kühen auf der langweiligen Weide unvermittelt erklärt, dass sie jetzt in die Stadt, ja ins Kino geht. Die übrigen Rindviecher finden die Idee vollkommen abwegig, weil Kühe in der Großstadt nichts zu suchen haben. Davon unbeeindruckt wirft sich die Protagonistin ins fesche Dirndlgwand und macht sich auf den Weg, der – so stellt sich heraus – für eine Kuh ausgesprochen hindernisreich ist.

Schwankend zwischen Mut und Orientierungslosigkeit geht die Vierbeinerin beherzt voran. Ihr Weg führt sie vorbei an den munter singenden Knödeln Franz und Franzisco und zum Glück auch vorbei an dem zu allem entschlossenen Metzger, der bereits die Schlachtmesser schwingt.

Nach der Odyssee weiß die Kuh nicht mehr weiter. Die Stadt ist verglichen mit einer Viehweide ein Moloch, scheinbar niemand kennt das Kino. Schließlich helfen Passanten ihr, auf eine weiß-blaue Trambahn aufzuspringen, die sie zum „Rex“-Kino bringt. Als direkt vor ihren Augen die letzte Kino-Karte verkauft wird, verliert sie erneut allen Mut. Doch wieder kommt das Glück ins Spiel – es findet sich doch noch ein Platz im Lichtspielhaus. Ende gut, alles gut.

„Die Kuh, die wollt’ ins Kino geh’n“ ist ein zauberhaftes Familienmusical mit fröhlichen Texten zu rockiger Musik, die auf der Flussbühne von vier Musikern live gespielt wurde. Schnelle Kostümwechsel, originelle Requisiten und ein gewitztes Bühnenbild machten das Schauspiel der tanzenden und singenden sechs Hauptdarsteller perfekt. Frohsinn, Lebensfreude, Mut und Neugier sind die Hauptzutaten dieses Kindermärchens, an dem auch die Erwachsenen ihre Freude hatten. 

Assunta Tammelleo

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