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Bürgerbegehren zum interkommunalen Hallenbad

4500 Unterschriften übergeben

Wolfratshausen - Für das Bürgerbegehren zum interkommunalen Hallenbad haben 4500 Wolfratshauser unterschrieben. 

Vier Wochen war die Zeitvorgabe für die Sammlung von Unterschriften, um den vom Geretsrieder Stadtrat aufgelassenen Türspalt zu nutzen. "Vor über drei Jahren haben wir in acht Wochen knapp 3000 Unterschriften gesammelt", teilt Stephanie Hanna-Necker, Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens, mit. "Da uns nur die Hälfte der Zeit blieb, waren 1500 Unterschriften für uns ein realistisches Ziel." Mit 1500 Unterschriften hätten die Initiatoren des Bürgerbegehrens das Quorum von neun Prozent Wahlberechtigten (1258 gültige Unterschriften) für die Zulassung eines Bürgerbegehrens mit großer Wahrscheinlichkeit erreicht. "Zu unserer großen Überraschung war dies nur acht Tage nach dem offiziellen Start beim Kirchweihmarkt bereits der Fall." Nächstes Ziel sei es gewesen, in den verbliebenen zwei Wochen das Quorum für einen Bürgerentscheid von rund 20 Prozent der Wahlberechtigten zu erreichen, also rund 2800 Unterschriften. "Dies wäre ein deutliches Signal an den Stadtrat, dass ein Bürgerentscheid eigentlich überflüssig ist, zumal das Begehren von vielen gesellschaftlichen Gruppen in Wolfratshausen getragen wird. Auch dieses Ziel haben wir deutlich übertroffen." 

In knapp vier Wochen haben nun 4500 Bürger aus Wolfratshausen das Bürgerbegehren unterschrieben. "Das ist ein sehr eindeutiges Votum der Bürger in Wolfratshausen für eine Beteiligung an dem interkommunalen Hallenbad in Geretsried", freut sich Ingrid Schnaller. Das sei fast jeder dritte Bürger in Wolfratshausen. „Die Anzahl der Unterschriften hätten als Stimmen bei der letzten Wahl in Wolfratshausen gereicht, um Bürgermeister zu werden“, würdigt Mitstreiter Fried-Thorsten Jantzen die beeindruckende Anzahl von Unterschriften. Die Gründe für diesen Erfolg seien vielfältig. Laut Pressemitteilung wurde den Unterschriftensammlern in vielen Gesprächen gesagt, dass Schwimmen lernen zwischen Isar und Loisach lebenswichtig ist. Der Bau und Unterhalt eines Hallenbades werde von den Bürgern als kommunale Pflichtaufgabe betrachtet. "Eine Kooperation mit unserer Nachbarstadt Geretsried wird finanziell und insgesamt als außerordentlich sinnvoll angesehen." Sehr viele Bürger von Wolfratshausen würden auf Zusammenarbeit und gute Nachbarschaft im Nordlandkreis Wert legen. An den Bürgermeister und den Stadtrat von Wolfratshausen geht deshalb von Fried-Thorsten Jantzen die Bitte: "Haben Sie die Weitsicht gemäß dem Bürgerwillen die Stadtratsentscheidung von September zu revidieren. Legen Sie einer Zweckvereinbarung zum Bau eines interkommunalen Hallenbades in Geretsried keine weiteren Steine in den Weg."

Überwältigt sind die Initiatoren von der Zustimmung und Unterstützung in den vergangenen Wochen. „Für die netten Gespräche, die vielfältige Unterstützung, die finanzielle Zuwendungen", bedankt sich Hanna-Necker im Namen der Initiatoren bei allen Bürgern. „Ihre Unterschrift und Ihre tatkräftige Unterstützung hat zum großen Erfolg des Begehrens wesentlich beigetragen."

red

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