U2 und U7: Zugausfälle, Unterbrechungen und Verzögerungen

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Wie geht es mit dem Untermarkt 10 weiter? Das fragte Michael Ballon, Mitglied der Bürgerladen-Gruppe, vor kurzem im Stadtrat.

Untermarkt 10 in Wolfratshausen

Sanieren – aber sinnvoll

Wolfratshausen - Der Bürgerladen ist längst vom Tisch, für das Gebäude am Untermarkt 10 gibt es andere Pläne. Wie es konkret um die städtische Immobilie in Bestlage steht, wollte Michael Ballon vor kurzem im Stadtrat wissen.

Ursprünglich wollte die Bürgerladen-Gruppe, der auch Michael Ballon angehört, das Gebäude beziehen. Ein Bürgerentscheid im Dezember setzte diesen Plänen ein Ende: Das notwendige Quorum wurde nicht erreicht – das Projekt Bürgerladen im Untermarkt 10 war gescheitert. Daraufhin entschied sich der Stadtrat, die Immobilie für städtische Angelegenheiten zu nutzen. 16 Gremiumsmitglieder legten einen gemeinsamen Plan vor, wie das Gebäude nach einer umfangreichen Sanierung genutzt werden soll. Im geschichtsträchtigen Haus an der Kreuzung Untermarkt/Bahnhofstraße sollen künftig Bereiche des Rathauses, Arbeitsplätze für die Kulturmanagerin, die Tourismusmanagerin, den vorgesehenen Citymanager sowie eine zentrale Anlaufstelle für Touristen, ein Ticketverkauf und ein Andenkenladen untergebracht werden. Der Stadtrat ging damals von vergleichsweise überschaubaren Ausgaben aus: 460 000 Euro sollten die Sanierung und die Außenfassade kosten. Allerdings, so räumten die Räte ein, werde es keine Sanierung in dem Ausmaß geben, wie sie die Bürgerladen-Gruppe gerne gehabt hätte. Für den Bürgerladen wären es wohl mindestens 800 000 Euro geworden.

Manche Stadtratsmitglieder meldeten Zweifel an. Der Grünen-Sprecher Dr. Hans Schmidt forderte, dass ein unabhängiger Planer sich der Frage nach den Sanierungskosten annehmen sollte. Inzwischen wurde ein solcher hinzugezogen. Zusammen mit den Stadträten Josef Praller (Bürgervereinigung, Schreinermeister), Günther Eibl (CSU, Elektromeister) und Richard Kugler (parteifrei für die CSU, Spenglermeister) soll der Planer eine Kostenaufstellung berechnen. „Ich gehe davon aus, dass wir in der Septembersitzung die Ergebnisse vorlegen können“, sagt Bürgermeister Klaus Heilinglechner auf Nachfrage unserer Zeitung. Bislang, so der Rathauschef, seien ihm keine aktuellen Zahlen bekannt. Ob die Schätzung von 460 000 Euro belastbar ist, vermag er noch nicht zu sagen. „Das war eine Grundlagenberechnung ohne planerische Unterstützung.“ Möglich scheint, dass die Kosten steigen. Laut dem Bürgermeister gibt es zwei Möglichkeiten: eine nachhaltige Sanierung, die teurer ausfallen könnte als angenommen, oder eine billigere Variante. „In meinen Augen ist es sinnvoller, das nachhaltig zu machen“, sagt der Rathauschef. Wenn die Kommune ohnehin Geld in die Hand nimmt, um ein städtisches Gebäude zu sanieren, „dann soll das auch langfristig halten“. Bei einer verschlankten, billigeren Renovierung sei nicht auszuschließen, dass in den Folgejahren Probleme auftreten.

Das Gebäude, das früher einmal Sitz des Landgerichtes war, muss wohl vor allem in puncto Brandschutz nachgerüstet werden. Im Oktober und November musste das Heimatmuseum im Obergeschoss wegen eklatanter Brandschutzmängel geschlossen werden. Wegen Gefahr für Leib und Leben wurden einige Sofortmaßnahmen ergriffen, um das Gebäude zu ertüchtigen. „Dem Thema Brandschutz werden wir uns widmen müssen“, sagt Heilinglechner. Auch mit dem Denkmalamt besteht Kontakt. Das Gebäude am Untermarkt 10 steht nämlich unter Denkmalschutz – noch ein Umstand, der die Kosten in die Höhe treiben könnte.

Dominik Stallein

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