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Feierten die Preisverleihung: (v. li.): Marianne Wirth-Grabow (stellvertretend für die Schulen), Malerin Yaya Bela Roth, LAW-Mitglied Arnold Sedlmayr, Papierobjektkünstlerin Anna Maria Bellmann und LAW-Vorsitzender Hans-Werner Kuhlmann.

Publikumspreis für Origami-Vögel der Schüler

Veranstalter der Kunstmeile ziehen positives Fazit

Mehr als zwei Wochen stellten 97 Künstler an verschiedenen Plätzen in Wolfratshausen ihre Werke aus. Die Besucher konnten auf Wahlzetteln ihre Favoriten notieren und attraktive Preise gewinnen. Am Montagabend kürte das Organisationsteam des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) im Wirtshaus Flößerei die Sieger – und ließ die vergangenen 17 Tage Kunstmeile sechs Revue passieren.

Wolfratshausen – Einziger Schönheitsfehler der Finissage am Montag war die kurzfristige Absage der Vorführung des Kunstmeile-Imagefilms, den die Firma Wor.TV im Auftrag der Veranstalter gedreht hatte. „Der Film darf aus urheberrechtlichen Gründen noch nicht öffentlich gezeigt werden“, bedauerte LAW-Vorsitzender Hans-Werner Kuhlmann. Vor rund 40 erschienen Künstlern kündigte er an, dass die bewegten Bilder Ende der Woche auf der Homepage der Kommune (www.wolfratshausen.de) sowie anderen Internetportalen zu sehen sein werden.

400.000 Likes für den Sebastianisteg

Danach blickte Kuhlmann auf die mittlerweile sechste Kunstmeile zurück, die ihre Vorgänger in fast jeder Hinsicht toppte. „Es gab von den Besuchern und allen Beteiligten nur Lob, ich habe nirgendwo Kritik gehört“, zeigte sich der LAW-Vorsitzende begeistert. Vor allem die von Lichteffekten bestrahlten Papiervögel auf dem Sebastianisteg seien der „Hingucker“ gewesen. Marianne Wirth-Grabow vom Organisationsteam hatte die Schulen am Hammerschmiedweg, in Waldram und in Weidach sowie die Schule der Phantasie am Untermarkt darum gebeten, die kleinen Kunstwerke anzufertigen. Dank der Lichtinstallationen von Kulturreferent Alfred Fraas kamen sie vor allem in der Dunkelheit zur Geltung. „Die Fotos gingen um die ganze Welt und waren vor allem in den sozialen Netzwerken beliebt“, berichtete Stadtrat Fraas. Allein im arabischsprachigen Raum sei ein mit Musik unterlegtes Bild des Sebastianistegs über 400.000 Mal geliked worden.

Insgesamt wurden 1243 Stimmzettel abgegeben

Dass dieser Hingucker in der Publikumswertung ganz vorne landete, war denn auch keine Überraschung. 63 Stimmen erhielten die Origami-Vögel – so viele wie die Bilder der Münsinger Malerin Yaya Bela Roth. Kuhlmann verlieh den Preisträgern dafür jeweils einen Scheck in Höhe von 400 Euro. Der dritte Preis (200 Euro) ging an die Münsingerin Anna Maria Bellmann, für deren Papierobjekte 48 Besucher stimmten. „Insgesamt wurden 1243 Stimmzettel abgegeben – das Vierfache von dem, was nach der Kunstmeile fünf einging“, sagte Kuhlmann. Die enorme Resonanz und die Vielzahl an Künstlern stellt für ihn aber auch eine Herausforderung dar. „Wir konnten die 97 Aussteller nur aufgrund der Leerstände in der Innenstadt unterbringen“, erklärte der LAW-Chef. Soll heißen: Ziehen dort wieder Einzelhändler ein, gibt es in zwei Jahren ein Platzproblem. „Wir haben die Obergrenze erreicht, vielleicht kann uns die Stadt in zwei Jahren Immobilien zur Verfügung stellen“, hofft Kuhlmann. Die Händler, die in ihren Geschäftsräumen Kunstwerke ausstellten, verzeichneten einen höheren Zulauf als zuvor. „Das kam auch den Künstlern zugute, die mehr Werke verkauften.“

Freuen dürfen sich auch Ingrid Erhard aus Wolfratshausen, Elisabeth Kozlov aus Metzingen und Serviola Beqiraj aus Karlsruhe. Sie gewannen eine Floßfahrt beziehungsweise eine Ballonfahrt sowie einen Segelflug über die Alpen.

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