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Führen den Verein „S 7-Verlängerung jetzt“ an: Vorsitzender Johannes Schneider (Mi.) mit seinem ersten Stellvertreter Matthias Hanfstingl (li.) und seinem zweiten Stellvertreter Reinhold Krämmel.

S-Bahn nach Geretsried

Verein „S 7-Verlängerung jetzt“ hadert mit Bauverzögerung, will aber nicht aufgeben

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Ruhiger geworden ist es um den vor zehn Jahren gegründeten Verein S 7-Verlängerung jetzt. In der Hauptversammlung wurde aber deutlich: Resignieren kommt nicht in Frage.

Wolfratshausen – Nur sechs der insgesamt 503 Mitglieder des Vereins „S 7-Verlängerung jetzt“ kamen am Mittwochabend zur Jahresversammlung ins Krämmel-Forum. Dort wurde über den aktuellen Planungsstand diskutiert und der bisherige Vorstand per Akklamation im Amt bestätigt.

Seit die S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried beschlossene Sache ist, ist es etwas ruhig geworden um den vor zehn Jahren gegründeten Zusammenschluss. Vorsitzender Johannes Schneider meldete sich zwar hin und wieder bei Diskussionen – unter anderem mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und der neuen bayerischen Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) – zu Wort. Doch sein Wunsch, dass die S-Bahn schon früher als 2028 nach Geretsried fährt, scheint derzeit vollkommen unrealistisch. „Ich habe mehrmals auf das stetig wachsende Verkehrsaufkommen und die Notwendigkeit einer schnelleren Zuganbindung hingewiesen“, beteuerte Schneider. Doch der Zeitplan scheint unumstößlich. Manch einer unkt sogar, dass es niemals zur S 7-Verlängerung kommen wird.

Der Zweite stellvertretende Vorsitzende Reinhold Krämmel will sich mit „dieser Form der Resignation“ nicht abfinden. „Sonst dauert es eher noch zwei bis drei Jahre länger als vorgesehen“, befürchtet der Bauunternehmer. Seiner Ansicht nach wurde von den politischen Verantwortungsträgern in den letzten zehn bis 15 Jahren zu sehr auf den Straßenausbau und den Autoverkehr gesetzt. Dagegen sei der Schienenverkehr sträflich vernachlässigt worden. „Wir dürfen nicht müde werden, den Finger in die Wunde zu legen und müssen das S-Bahn-Thema immer wieder auf die Agenda zu bringen“, forderte Krämmel.

Über eine Auflösung des Vereins „S 7-Verlängerung jetzt“ sei zwar vor zwei Jahren mal kurz diskutiert worden. Das komme mittlerweile für die Vorstandsmitglieder aber nicht mehr infrage. Ungewiss ist, ob sich die S7-Befürworter noch einmal finanziell am Pendelbusverkehr beim gemeinsamen Geretsrieder-Wolfratshauser Markttag beteiligen. Noch sei nicht klar, wie und ob der derzeit im Umbau befindliche Karl-Lederer-Platz überhaupt angefahren werden könne. Deshalb wurde nur ein „Vorratsbeschluss“ gefasst, den eintägigen Busverkehr mit 1500 Euro zu subventionieren.
ph

Lesen Sie auch: S7-Verlängerung: Weitere Verzögerung wäre unverantwortlich

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