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Der Verkehr steht still: Nach einem tödlichen Verkehrsunfall auf der einzigen Zufahrtsstraße bildeten sich am Freitag in Waldram lange Staus. Die Autofahrer brauchten an diesem Abend viel Geduld. 

Wolfratshauser Stadtteil mit über 4000 Einwohnern hat nur eine Zufahrt

Verkehrschaos ärgert Waldramer

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Wolfratshausen – Die Verkehrssituation in Waldram ist etwas problematisch. In Wolfratshauser Ortsteil leben über 4000 Menschen, doch es gibt nur eine einzige Zufahrt. Wenn diese Straße gesperrt ist – wie am Freitagabend –, bricht das Chaos aus, und es bilden sich blitzschnell lange Staus.

Diese Tatsache kritisiert Anwohner Helmut Kaiser in einer E-Mail an die Redaktion. Er findet: „Diese verkehrspolitische Situation ist auf Dauer nicht hinnehmbar.“

Der tragische Unfall mit dem Motorradfahrer habe gezeigt, welche Konsequenzen eine Vollsperrung der Zufahrt Waldram nach sich zieht: „Eine Siedlung mit mehreren tausend Menschen ist komplett abgeschnitten.“ Die Brücke nach Farchet sei zwar vorübergehend geöffnet worden. „Aber zu diesem Zeitpunkt war das Chaos bereits eingetreten“, sagt Kaiser.

Nach seiner Einschätzung werden die Probleme in Zukunft eher noch großer, schließlich werde in Waldram massiv gebaut. Eine weitere Verdichtung der Bebauung sei zu erwarten, doch die Infrastruktur werde nicht angepasst. Kaiser ist bewusst, dass es nicht einfach wird, eine Lösung zu finden. Am einfachsten wäre es, die Brücke nach Farchet zu öffnen, doch dagegen sträuben sich die Anwohner. Gegen andere Zufahrten sprächen Naturschutz-Gründe. Trotzdem sagt Kaiser: „Es ist zu wünschen, dass den Verantwortlichen unserer Stadt klar wird, wie drängend hier eine pragmatische Lösung ist.“

Christian Neubert, stellvertretender Dienststellenleiter der Wolfratshauser Polizeiinspektion, beurteilt die Situation in Waldram gelassen: „Die Situation ist so, seit die B 11 gebaut wurde, und man wird daran wohl so schnell nichts ändern können. Es ist eben so, wie’s ist.“

Es gebe natürlich die Möglichkeit, die Brücke über den Loisach-Isarkanal für den Verkehr zu öffnen, „aber das ist politisch nicht gewollt“. Eine bauliche Lösung zu finden, sei Aufgabe der Stadt, nicht der Polizei.

Es stellt sich die Frage: Ist eine gesperrte Faulhaberstraße nur einer Komfortproblem? Oder würde eine Sperrung auch die Sicherheit der Waldramer gefährden? Dies glaubt Neubert nicht. Im Notfall – wie am Freitag – könne die Brücke geöffnet werden. Und wenn im Katastrophenfall viele Menschen evakuiert werden müssen, steht auch eine Fußgängerbrücke über den Loisach-Isarkanal zur Verfügung. Probleme gebe es an dieser Stelle nur höchst selten, sagt Neubert: „Ich arbeite jetzt seit sieben jahren hier in Wolfratshausen. Am Freitag mussten wir die Faulhaberstraße zum ersten Mal komplett sperren.“

Auch den Notärzten bereitet die Verkehrssituation in Waldram kein allzu großes Kopfzerbrechen. Bisher sei er noch zu jedem Einsatzort gekommen – zur Not eben zu Fuß, mit dem Traktor oder mit einem Privatauto, sagt Anton Gerner, Leiter des Rettungsdienstes des Roten Kreuzes. „Wenn es gar nicht mehr anders geht, setzen wir eben einen Hubschrauber ein.“

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