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Baujahr 1977: Der Vorsitzende des TSV Wolfratshausen, Alfred Barth, regt an, die Dreifachsporthalle am Hammerschmiedweg aufzustocken. Der Grund: Laut Barth fehlen in der Loisachstadt Hallenkapazitäten.

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Viel zu wenig Platz: TSV-Chef fordert Erweiterung der Hammerschmied-Sporthalle 

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„Die Zustände sind zum Teil unzumutbar“: Alfred Barth, Vorsitzender des TSV Wolfratshausen, beklagt wiederholt die in seinen Augen ungenügenden Hallenkapazitäten. Aus diesem Grund regt er die Aufstockung der Dreifachsporthalle an.

Wolfratshausen – Der TSV Wolfratshausen zählt aktuell gut 1800 Mitglieder, darunter knapp 1000 Kinder und Jugendliche, die aktiv Sport treiben. Aber: „Die Hallenkapazitäten in Wolfratshausen reichen schon lange nicht mehr aus“, sagt TSV-Chef Alfred Barth. Jedes Jahr aufs Neue gebe es bei der Verteilung der Trainingseinheiten ein Hauen und Stechen. Die Turnabteilung der Wölfe hat mit dem 976. Mitglied einen Aufnahmestopp verhängt. „Das ist sehr bitter für die Abteilung, aber es fehlen Hallenzeiten“, sagt Barth. Ähnliche Probleme hätten die Fußballer und Handballer des TSV.

Vor einigen Monaten trug Barth das leidige Thema Bürgermeister Klaus Heilinglechner vor. Der habe durchaus Verständnis für das Anliegen. Doch den Wunsch, eine zusätzliche Sporthalle zu bauen, könne die Kommune nicht erfüllen. „Für eine neue Halle fehle unter anderem der Bauplatz“, berichtet Barth aus dem Gespräch mit dem Rathauschef.

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Vor diesem Hintergrund hat der TSV-Vorsitzende einen alten Vorschlag seines Vereinskameraden Hermann Böcking aufgegriffen. Der Diplom-Ingenieur hatte vor vielen Jahren die Idee ins Spiel gebracht, die Sporthalle am Hammerschmiedweg aufzustocken. Es blieb beim Gedankenspiel – doch die nun geplante aufwendige Modernisierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg hält Barth für die ideale Gelegenheit, „den Böcking-Plan ernsthaft zu prüfen“.

Alfred Barth: Vorsitzender des gut 1800 Mitglieder zählenden TSV Wolfratshausen

Von einer zusätzlichen Spielfläche im Obergeschoss der Hammerschmiedhalle will Barth nicht reden: „Einfache Trainingsräume würden ja ausreichen.“ Der 65-Jährige plädiert dafür, dass ein Statiker die Möglichkeit untersucht, ob die bestehende Konstruktion ein zusätzliches Geschoss tragen kann. Barth hält es sogar für möglich, dass der Bayerische Landessportbund das Projekt finanziell unterstützt. Darüber hinaus gibt er zu bedenken, dass die Einwohnerzahl Wolfratshausens weiter zunehmen wird – dieser Entwicklung müsse auch in puncto Sportstätten Rechnung getragen werden.

TSV-Boss kann Teilerfolg verbuchen

Einen kleinen Teilerfolg darf der TSV-Boss bereits für sich verbuchen. Dem Sportreferenten des Stadtrats, Maximilian Schwarz (Bürgervereinigung Wolfratshausen) ist Barths Vorstoß schon zu Ohren gekommen: „Er hat mir eine E-Mail geschickt, in der er mir ankündigt, dass er zeitnah ein Gespräch zwischen Bürgermeister Klaus Heilinglechner, ihm, Maximilian Schwarz, und mir organisieren wird.“ Barth weiß aus Erfahrung, dass gut Ding Weile haben will: „Zehn Jahre habe ich für eine neue Tartanbahn im Isar-Loisach-Stadion in Farchet gekämpft.“ Letztlich mit Erfolg.

Der leidenschaftliche Sportler und manchmal unbequeme Funktionär kommt aus seiner Haut nicht raus. „Sport ist eine der wichtigsten Nebenbeschäftigungen des Menschen“ und „gezieltes Training fördert nachweislich das Lernvermögen von Kinder und Jugendlichen“, stellt der 65-Jährige fest. Die Präventions- und Integrationsarbeit von Sportvereinen „kann gar nicht hoch genug bewertet werden“. Aber: „Für Training und Spielbetrieb brauchen Vereine nicht zuletzt Sporthallen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.“ cce

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