Tischlein deck Dich: Mit einer Online-Aktion will die Bürgervereinigung die Menschen zusammenbringen.
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Tischlein deck Dich: Mit einer Online-Aktion will die Bürgervereinigung die Menschen zusammenbringen.

Online-Aktion soll die Menschen zusammenbringen – und die Gastronomie unterstützen

Virtuelles Wirtshaus-Dinner

Mit einer kreativen Idee will die Bürgervereinigung Wolfratshausen das Geschäft der Restaurants ankurbeln und die Menschen zusammenbringen - trotz Lockdown light.

Wolfratshausen – Der Lockdown light bedeutet für alle Menschen große Einschränkungen. Die Gastronomie leidet unter der Zwangsschließung. Vereine, Stammtische und Freundeskreise dürfen sich nicht mehr treffen. Die Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) möchte dies ändern und mit einer kreativen Aktion am nächsten Samstag, 21. November, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mit einem virtuellen Dinner will Initiator Rene Stuber sowohl das Geschäft der Restaurants ankurbeln als auch Menschen zusammenbringen.

Der Kern der Initiative ist einfach erklärt: Wer an der Online-Aktion teilnehmen möchte, bestellt sich bei seinem Lieblingsrestaurant ein Abendessen, das er zu sich nach Hause holt. Wer nicht alleine speisen will, kann sich auf virtuellen Plattformen entweder mit Familie, Freunden oder Nachbarn zu einem digitalen Stammtisch zusammenschließen.

Die Initiatoren möchten außerdem eine virtuelle Wirtshaustour durch die Loisachstadt antreten: „Einige Gastronomen werden eine Videokonferenz einrichten, zu der sich jeder einloggen kann“, erklärt Stuber. „Virtuelles Zamhocken“, nennt der 43-Jährige die Idee, die Stammgäste zusammenbringen soll. Wie die einzelnen Restaurants ihre Chaträume füllen, ist ihnen freigestellt. „Manche überlegen schon, ob sie etwas Kulturelles anbieten oder einfach mit ihren Kunden plaudern, die sie im Moment nicht persönlich bewirten können“, sagt der Wolfratshauser. Wer keine Lust hat, „sich von Fremden beim Essen zusehen zu lassen“, könne die Gastronomen trotzdem durch eine Bestellung unterstützen und sich dann mit Freunden in geschlossenen Chaträumen zusammenschließen. „Eine Gruppe von der DJK Waldram möchte die Aktion zum Beispiel nutzen, um einen virtuellen Vereinsabend auszurichten“, sagt Stuber. Dass sich bereits viele Interessenten bei ihm gemeldet haben, freut das BVW-Mitglied – und bestätigt seine Vermutung: „Ich glaube, dass sich viele Menschen aktuell danach sehnen, sich wieder mit mehreren Menschen austauschen zu können.“

Diesen sozialen Kontakt möchte die Bürgervereinigung mit einer dringend nötigen Hilfe für die örtliche Gastronomie verknüpfen. „Die meisten Restaurants haben zwar bereits einen Abholdienst eingerichtet, aber der Lockdown trifft sie trotzdem mit voller Härte“, sagt BVW-Stadtrat Maximilian Schwarz, der Stuber bei der Organisation unterstützt. Ohne große Gesellschaften in den Gasträumen „gehen den Lokalen wichtige Einnahmen verloren“. Er hofft, dass sich durch das virtuelle Dinner noch mehr Menschen dazu entschließen, bei ihren Lieblingswirten zu bestellen, „und sie in dieser schwierigen Zeit ein bisschen zu unterstützen“.

Kontakt

Auf der Homepage, die Thomas Busch für die Aktion eingerichtet hat, finden sich die teilnehmenden Restaurants und die Zugangslinks zu den virtuellen Wirtshäusern, die am Samstag, 21. November, geöffnet sind: dahoambeimwirt.de.

dst

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