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Respekt und Anerkennung: Ewald Brückl (li.) und Paul Brauner (2. v. re.) sind mit der Bürgermedaille der Stadt Wolfratshausen ausgezeichnet worden. Die Laudatio auf Brückl hielt Bürgermeister Klaus Heilinglechner, die auf Brauner der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Stadtrat, Günther Eibl (re.). 

„Verdienstvolles Wirken für Wohl der Stadt“

Vorzeigebürger: Wolfratshausen ehrt Paul Brauner und Ewald Brückl mit Bürgermedaille

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Rathauschef Klaus Heilinglechner hat in einem Festakt die Wolfratshauser Ewald Brückl und Paul Brauner am Dienstagabend jeweils mit der Bürgermedaille ausgezeichnet.

Wolfratshausen – Rathauschef Klaus Heilinglechner hat in einem Festakt, eingerahmt von den „Auftanzmusikanten“ der städtischen Musikschule, Ewald Brückl und Paul Brauner am Dienstagabend jeweils mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. Beide haben sich „durch verdienstvolles Wirken für das Wohl und das Ansehen der Stadt Wolfratshausen und der Bürgerschaft ausgezeichnet“. Zu diesem Schluss kam der Stadtrat bei seiner Entscheidung im November 2017 beziehungsweise im April dieses Jahres (wir berichteten).

Ewald Brückl (76), der seit 1973 in der Loisachstadt lebt, war treibender Motor der Wiedergründung der Wolfratshauser Gebirgsschützenkompanie und hatte als Hauptmann mehr als 30 Jahre das Kommando. Der ebenfalls 76 Jahre alte Paul Brauner war CSU-Stadtrat und Vize-Bürgermeister. Er vertrat die Flößerstadt 30 Jahre als Kreisrat, war drei Jahrzehnte Vorsitzender der Baugenossenschaft Wolfratshausen und engagiert sich seit vielen Jahren für den Verein „Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald“.

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Laudator Günther Eibl, Fraktionschef der CSU, hatte recherchiert, dass sein Parteifreund Brauner rechnerisch 313 Jahre Mitglied in verschiedenen Vereinen und Verbänden war beziehungsweise noch aktiv ist. „Du, lieber Paul, hast Verantwortung übernommen und Dich in vielfältiger Weise zum Wohle unserer Stadt Wolfratshausen eingebracht. Dafür zollen wir Dir alle tiefsten Respekt und höchste Anerkennung“, sagte Eibl.

Dass Brauner auch in der Bürgerschaft große Sympathie genieße, machte Eibl am Beispiel der Kommunalwahlen deutlich: Brauner gehörte dem Stadtrat von 1984 bis 2008 ununterbrochen an und bekam bei jeder Wahl von allen 24 Stadträten die meisten Stimmen.

Als Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft sei Brauner zwischen 1984 und 2009 maßgeblich dafür mitverantwortlich gewesen, dass mehr als 200 Wohnungen gebaut worden seien. „Seine Maxime war immer, dass die Baugenossenschaft keine reine Verwaltungsgesellschaft sein darf, sondern dass die erwirtschafteten Gewinne für neue, preiswerte Wohnungen wie auch die Modernisierung des Bestands verwendet werden“, betonte Eibl.

„Fasse ich sein gesellschaftliches, sein kirchliches und sein politisches Wirken zusammen, dann ergibt sich daraus eine beeindruckende Lebensleistung“, bilanzierte der Laudator. Eibl vergaß nicht, Maria Brauner herzlich zu danken. Sie habe ihren Mann stets unterstützt und ihm „in ihrer sehr charmanten Art und Weise den Rücken freigehalten“.

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Bürgermeister Klaus Heilinglechner zeichnete als Laudator die Vita des Klosterschülers, langjährigen Berufssoldaten und Diplom-Verwaltungswirts Ewald Brückl nach. Er habe die Gebirgsschützenkompanie (GSK) Wolfratshausen, an deren Wiedergründung Brückl maßgeblich beteiligt war, 35 Jahre geprägt. „Er war ein strenger Hauptmann“, sagte Heilinglechner mit einem Lächeln, „der aber für ein flottes Gesamtbild der Kompanie sorgte.“ Es sei Brückls Verdienst, dass eine Jahrhunderte alte Tradition in der Flößerstadt bewahrt werde – darüber hinaus habe die GSK „die Außenwirkung der Stadt erhöht“.

Der Bürgermeister erinnerte in diesem Zusammenhang unter anderem an den Patronatstag der bayerischen Gebirgsschützen 1999 in Wolfratshausen und die zwei großen Spendenaktionen der GSK zugunsten der Aktion Knochenmarkspende Bayern. Mit Blick auf Brauner und Brückl stellte der Rathauschef fest: „Eine Stadt kann sich glücklich schätzen, solche Bürger zu haben.“

Diese Aussage unterstrich der Fraktionschef der Bürgervereinigung, Josef Praller: „Beide Lebenswerke sind ein Ansporn für meine und nachfolgende Generationen.“ Der Fraktionssprecher der SPD, Fritz Meixner, bilanzierte anerkennend: Es sei nicht wichtig, wie lange man einem Verein angehöre, sondern es sei entscheidend, „was unterm Strich dabei rauskommt“.

Brückl bedankte sich sichtlich gerührt bei Laudator Heilinglechner und den Stadträten: „Wolfratshausen ist eine traditionsreiche und schöne Stadt. Ich bin froh, dass ich in Wolfratshausen wohne – ich fühle mich im wahrsten Sinne ausgezeichnet.“ cce

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