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Im Aufsichtsrat der Wolfratshauser Kreisklinik mit Landrat Josef Niedermaier an der Spitze herrscht Einigkeit darüber, dass die Geburtshilfe zu einer Hauptabteilung umgebaut werden soll.

Wolfratshausen wächst

Aufsichtsrat: Geburtshilfe soll zu Hauptabteilung werden

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Im Aufsichtsrat der Wolfratshauser Kreisklinik mit Landrat Josef Niedermaier an der Spitze herrscht Einigkeit darüber, dass die Geburtshilfe zu einer Hauptabteilung umgebaut werden soll. Das wurde in der Sitzung des Gremiums am Montagnachmittag deutlich.

Bad Tölz-Wolfratshausen – „Man ist sich im Klaren darüber, dass das Belegarztsystem an der Grenze ist“, sagt Landratsamtssprecherin Marlis Peischer. Seit der Schließung der Tölzer Geburtshilfe ist die Kreisklinik am Moosbauerweg der einzige verbliebene Ort im Landkreis, wo Frauen entbinden können. Bislang war die Wolfratshauser Abteilung relativ klein, 251 neue Erdenbürger kamen dort im vergangenen Jahr auf die Welt. Das wird sich ändern müssen, wenn demnächst auch die werdenden Mütter aus dem Südlandkreis zu versorgen sind. Der Weg zu einer Hauptabteilung wurde am Montag etwas klarer. Geschäftsführer Hubertus Hollmann stellte dem 13-köpfigen Gremium einen Stufenplan vor. Am Ende soll eine Hauptabteilung mit jährlich etwa 800 Geburten stehen.

Tölzer Belegärzte sollen helfen

Zu diesem Stufenplan gehört, dass man zunächst versucht, zur Sicherung der Wolfratshauser Belegabteilung die Tölzer Belegärzte zu gewinnen. Gemeint sind damit die Belegärzte Dr. Stephan Krone, Dr. Florina Rummel sowie weitere Ärzte und Hebammen. „Gespräche wurden und werden in diesen Tagen und Wochen terminiert“, so Peischer. Außerdem wurden bereits Gespräche mit Dr. Thomas Weiler, Geschäftsführer des Klinikums Starnberg, geführt. Ziel ist eine Kooperation mit dem dortigen Perinatalzentrum, in dem etwa Frühgeburten intensiv betreut werden.

Haupt- soll Belegabteilung „mittelfristig ablösen“

Die Hauptabteilung soll laut Peischer die Belegabteilung „mittelfristig ablösen“. Zu diesem Zweck müssen einige Punkte geklärt werden. So benötigt die Kreisklinik wesentlich mehr Einbettzimmer als derzeit vorhanden. Außerdem muss ein neuer Wehenschreiber (CTG) beschafft und die Ausstattung des zweiten Kreißsaals optimiert werden. Bei mehr als 350 Geburten müssen zusätzlich Anästhesisten zur Verfügung stehen und die OP-Kapazitäten erweitert werden – alles relativ kurzfristige Maßnahmen. Die Zeit drängt.

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