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Im Jugendhaus La Vida ist immer einiges los: Besonders gut kommen Mottopartys an. 

Viele Mädchen kommen vorbei

„Wahnsinniger Besucherzuwachs“: Im Jugendhaus La Vida geht‘s rund 

Das Jugendhaus La Vida ist beliebt bei den Wolfratshauser Jugendliche. Jüngere wie Ältere nutzen die verschiedenen Angebote. Doch eine Sache wurde nun gestrichen.

Wolfratshausen – Ein großes Kommen und Gehen herrscht täglich im Jugendhaus La Vida. Im Durchschnitt besuchten 50 bis 60 Jugendliche die Einrichtung am Josef-Bromberger-Weg. Die Leiterin Verena Kümmel berichtete im Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Soziales über das vergangene Jahr.

„Wir hatten einen wahnsinnigen Besucherzuwachs“, freute sich Kümmel, die im April 2017 die Leitung der Einrichtung von Sarah Lössl-Mende übernommen hatte. Gerade viele Jugendliche im Alter von 16 Jahren würden das Haus nun verstärkt besuchen. Das macht sich auch im Programm bemerkbar, das das La Vida anbietet.

„Wir hatten sehr viele Anfragen, ob wir bei Bewerbungen helfen können“, nannte Kümmel ein Beispiel. Der früher erfolgreiche, stark strukturierte „Teenie-Montag“ wurde gestrichen. „Die älteren Jugendlichen brauchen keinen so festgelegten Ablauf, sondern nutzen lieber den offenen Treff.“ Nicht zu kurz kommen die jüngsten Besucher des Jugendhauses, das sich an Zehn- bis 21-Jährige richtet: „In den Sommer- und den Osterferien bieten wir gerade auch für die Jüngeren ein vielfältiges Programm an“, sagte Kümmel. An Wochenenden richtet das Jugendhaus zudem regelmäßige Mottopartys aus, die an die Wünsche der Jugendlichen angepasst werden – „das kam im letzten Jahr sehr gut an“.

„Sehr hoher Mädchenanteil für ein Jugendhaus“

Außer im Altersschnitt hat sich das Publikum des La Vida kaum verändert. „Wir haben immer noch einen sehr hohen Mädchenanteil für ein Jugendhaus“, berichtete die Einrichtungsleiterin. Das Haus sei gleichermaßen von Mädchen und Jungen besucht. „Das zeichnet uns aus.“ Um für die vielen Mädchen einen geeigneten Rückzugsort anzubieten, packten die jungen Besucherinnen selbst mit an. Im ehemaligen, wenig genutzten Bandproberaum gestalteten sich die Mädchen einen eigenen Raum, ganz für sich allein. „Da haben die Jungs nichts zu suchen“, erklärte Kümmel. Sie räumte dann aber lachend ein, dass sie „gelegentlich mal einen Jungen aus dem Raum ziehen muss“. Dieses Angebot würde – genau wie das Jugendhaus an sich – „gut nachgefragt“.

Besonders beliebt war im vergangenen Jahr der offene Treff, in dem die Besucher Brett- und Kartenspiele ausprobieren, Spielekonsolen nutzen oder einfach ihre Freizeit genießen können. Außerdem stehen drei Computer zur Verfügung, an denen die Jugendlichen im Internet surfen können. Das Angebot des Hauses umfasst außerdem Hip-Hop- und Zumba-Tanzgruppen sowie diverse Sportveranstaltungen. Außerdem gibt es verschiedene Ausflüge und regelmäßige schulbezogene Angebote, die wöchentlich 55 Jugendliche erreichen.  

Dominik Stallein

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