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Heute gibt eine Ausstellung im Badehaus einen Einblick in die Geschichte Waldrams: als nationalsozialistische Mustersiedlung Föhrenwald und als Lager für Displaced Persons.

Umfrage in der neuen Dokumentationsstätte

Waldramer Badehaus für alle geöffnet: Besucher erzählen, wie es ihnen gefällt 

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Das Waldramer Badehaus ist nun für alle geöffnet. Vor Ort haben Besucher erzählt, wie ihnen die neue Dokumentations- und Erinnerungsstätte in Wolfratshausen gefällt.

WolfratshausenSeit dem Wochenende ist das Badehaus für das breite Publikum geöffnet. Vor sechs Jahren hatte sich der Verein „Bürger fürs Badehaus“ mit Sybille Krafft und Wolfgang Saal an der Spitze, sowie dem Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer als erstem Mitglied, gegründet. Aus dem Gebäude, das zeitweilig als Wohnung für Seminaristen genutzt wurde, sollte ein „Ort der Erinnerung“ werden. Heute gibt eine Ausstellung im Badehaus einen Einblick in die Geschichte Waldrams: als nationalsozialistische Mustersiedlung Föhrenwald und als Lager für Displaced Persons. 

  • Franz Ortner, 29, Theologe aus Passau: „Ich kenne das Haus aus meiner Zeit als Seminarist in St. Matthias. Aber zu heute – kein Vergleich. Die Ausstellung selbst ist sehr aussagekräftig, was vor allem an den verschiedenen Interviews liegt. Hier werden Einzelschiksale dargestellt und somit greifbar gemacht.“


  • Eva Zattler, 63, Sozialpädagogin aus München: „Ich stamme ursprünglich aus Waldram und kann nur sagen, dass ich tief beeindruckt bin. Allein der Gedanke an die Arbeit, die dahinter steckt, um so einen Ort der Erinnerung zu schaffen. Zudem ist es unglaublich professionell und museumspädagogisch wertvoll gestaltet.“


  • Thomas Berendonk, 58, Spediteur aus Waldram: „Ich kenne das Haus schon sehr lange. Früher war es dem Verfall preisgegeben, sogar ein Baum wuchs aus dem Dach. Dass es jetzt als Stätte der Erinnerung genutzt wird, begrüße ich. Das Badehaus ist ein Stück Waldramer Geschichte. Und die Ausstellung spricht einfach für sich.“


  • Gertraud Beck, 65, Rentnerin aus Eichstätt: „Wir sind extra hierher gekommen, nachdem wir in der Zeitung von der Ausstellung gelesen haben. Die Geschichte ist sehr gut dargestellt – gut verständliche Texte, klar nach Themen strukturierte Räume, und die Berichte der Zeitzeugen sind allesamt hörenswert.“


  • Tilman Voss, 17, FSJler aus Geretsried: „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, sich zu erinnern. Man darf auch nicht vergessen, dass die Zeitzeugen immer weniger werden – und es so schwierig ist, das Erlebte für uns Junge festzuhalten. Ich finde die Ausstellung mit all ihren Installationen sehr gelungen.“


  • Brigitte Thumer, 66, Rentnerin aus Königsdorf: „Großartig. Jeder Raum hat eine einzigartige, tolle Aufmachung. Vor allem aber haben mich die Zeitzeugenberichte beeindruckt, die der Ausstellung große Authentizität verleihen. Man kann hier sehr viel lernen – sowohl über die Vergangenheit, als auch für die Zukunft.“ sh

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