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Die „Clowns ohne Grenzen“ bringen Kinder aus aller Welt zum Lachen. Regisseur Walter Steffen hat die Organisation für seinen neuen Film in den Iran begleitet. 

Filmemacher begleitet „Clowns ohne Grenzen“

Walter Steffens Liebeserklärung an den Iran

Walter Steffens neuester Streifen begleitet die Organisation „Clowns ohne Grenzen“ in den Iran. Herausgekommen ist ein berührender Dokumentarfilm, der ab 31. Januar im Wolfratshauser Kino läuft. 

Wolfratshausen – „Die Freude der Kinder schwappte wie eine Welle über die Clowns und mich. Jeder Moment, jeder Besuch war daher gleichzeitig von Freude begleitet“, berichtet Regisseur Walter Steffen über die Dreharbeiten zu seinem neuen Film „Joy in Iran“. Darin hat der Dokumentarfilmer aus Seeshaupt die gemeinnützige Organisation „Clowns ohne Grenzen“ während einer Auftrittsreise im Iran begleitet. Die Unterhaltungskünstler brachten dort in Waisenhäusern, psychiatrischen Kliniken und Schulen Kinder und Erwachsene zum Lachen.

Der Filmemacher Walter Steffen aus Seeshaupt ist spätestens seit dem Film „Fahr ma obi am Wasser“, in dem es um Flößerei geht, in Wolfratshausen sehr bekannt. 

Warum sich der Oberbayer entschieden hat, über das Land im Nahen Osten einen Film zu drehen? „Wir können uns aus westlicher Sicht das Lachen und die Freude im Iran gar nicht vorstellen.“ Das liegt laut Steffen daran, dass die islamische Republik, etwa im Fernsehen, vor allem im Krieg und geprägt vom vielen Leid zu sehen ist. Vor Ort erlebte der 62-Jährige jedoch anderes: „Wir hatten jeden Tag mindestens drei Glücksmomente.“ Einer der Clowns – und gleichzeitig Hauptprotagonistin – ist Susie Wimmer. „Sie hatte bereits 2013 die Idee, im Iran aufzutreten.“ Nach einer Recherchereise berichtete sie dem Seeshaupter von ihren Erlebnissen, schwärmte von Land und Leuten. Den Filmemacher packte die Neugier: „Ich sagte zu ihr: Wenn du dahin gehst, will ich mit.“ Im Januar 2017 war es so weit: Die Truppe reiste in den Nahen Osten.

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Herausgekommen ist laut Pressemitteilung „ein außergewöhnlicher, berührender und gleichzeitig sehr humorvoller Film, der ein bewegendes und vor allem menschliches Bild über den Iran zeichnet“. Durch den Dokumentarfilm sollen möglichst viele Menschen vom ehrenamtlichen Wirken der Clowns für traumatisierte Kinder in Krisengebieten erfahren.

Seit vergangenen Donnerstag läuft der Film in den Kinos. Auch in der Flößerstadt ist er zu sehen. Im Kinocenter Wolfratshausen an der Bahnhofstraße läuft „Joy in Iran“ von Donnerstag, 31. Januar, bis Mittwoch, 6. Februar. Am Montag, 28. Januar, sowie am Mittwoch, 30. Januar präsentieren dort Regisseur Walter Steffen und Susie Wimmer den Film persönlich. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.  Franziska Konrad

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