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Das White Dinner in Wolfratshausen gab Pastor Andreas Müller den Anstoß, sich mit einer Bibelgeschichte auseinanderzusetzen. 

Gastbeitrag des Wolfratshauser Pastors 

Warum Veranstaltungen wie das White Dinner das Miteinander stärken können

Das White Dinner in Wolfratshausen gab Pastor Andreas Müller den Anstoß, sich mit einer Bibelgeschichte auseinanderzusetzen. 

Wolfratshausen – Vielleicht haben Sie die Bilder noch vor Augen oder sind an dem Abend an der Loisach entlang spaziert. Vergangenen Sonntag fand das „White Dinner“ an der alten Floßlände in Wolfratshausen statt. Ein lauer Sommerabend, ganz herrliche Kulisse, entspannte Musik, eine gute Atmosphäre und viele gut gelaunte Menschen in weißen Kleidern. Schwarze Motorradkluft, klassische Lederhosen oder rotes Abendkleid – nicht erwünscht an diesem Abend. Auf die Kleidung kam es an!

Ich musste an ein Gleichnis denken, das Jesus erzählt hat – eigentlich eine traurige Geschichte. Denn ein Mann will Hochzeit feiern, aber alle geladenen Gäste weigern sich zu kommen. So geht er durch die Stadt und lädt ein, wer eben Zeit hat. Auf heute übertragen: Ganz egal, ob es Obdachlose am Bahnhof, Asylanten von der Unterkunft, Touristen oder Abendspaziergänger waren – wen er trifft, lädt er ein. Denn er will die Menschen beschenken. Und er schenkt ihnen ein weißes Festkleid.

Okay, das „Weiß“ ist jetzt meine Idee, aber es passt so gut zum „White Dinner“! Alle ziehen sich um und feiern zusammen. Gott lädt ein, Gott beschenkt uns, Gott will Gemeinschaft mit uns haben. Er ist nicht der ferne, uninteressierte Gott oder der grausame, strafende Gott. Er ist Liebe in Person. Er zwingt niemandem seine Liebe auf, aber er bietet sie an.

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Andreas Müller: Evangelischer Pastor in Wolfratshausen

Die Geschichte geht aber noch weiter. Jesus erzählt, dass der Gastgeber durch die feiernde Menge geht und einen Gast entdeckt, der nicht weiß gekleidet ist. Einer hat sein geschenktes Kleid nicht an. Er darf nicht bleiben. Er wird hinausgeschmissen. Ganz schön hart. Warum erzählt Jesus das so? Ich glaube, Jesus sagt: „Du kannst dir nicht erarbeiten, verdienen, erschleichen, was Gott dir schenken will. Hör auf, Gott beeindrucken zu wollen und nimm an, was er dir schenkt.“

Das Wort in der Bibel für Gottes großes Geschenk an jeden Menschen heißt Gnade. Der Apostel Paulus sagt es so: „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade ist nicht vergeblich an mir gewesen.“ Paulus schreibt dies im 1. Brief an die Korinther 15,10. Gott ist für Sie, er will Sie beschenken! Nicht vergessen!

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