Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Schlittschuhlaufen unter freiem Himmel: Ob es  im Winter 2020/2021 eine „Eiszeit“ an der alten Floßlände gibt, steht wegen der Corona-Pandemie in den Sternen. 

Schwierige Planungen für die Kulturmanagerin

Wegen Corona: Die beliebte „Eiszeit“ steht auf der Kippe

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Ob und wann Großveranstaltungen wieder erlaubt sind, kann derzeit niemand voraussagen. Sogar für die beliebte „Eiszeit“ gibt es keine Garantie. 

Wolfratshausen– Das Coronavirus hat das Jahr 2020 verhext. Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Folge der Pandemie zwingen Kommunen, Vereine und Institutionen in ganz Bayern zur Absage geplanter Großveranstaltungen. Sogar auf weite Sicht steht nicht fest, ob das eine oder andere geplante Vorhaben durchgeführt werden kann. Auch die „Eiszeit“ an der alten Floßlände steht aktuell im Feuer. Die Isar-Loisach-Gewerbeschau (Iloga), die Johanni-Floßprozession, das Bürgerfest und zuletzt das für Mitte September geplante Wolfratshauser Wirtefest hat die Stadt wie berichtet bis dato bereits absagen müssen. „Insgesamt bin ich noch positiv gestimmt, dass es weitere Lockerungen geben wird und endlich wieder zu vernünftigen Bedingungen Veranstaltungen stattfinden können und dürfen“, sagt Kulturmanagerin Marlene Schretzenmeier auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch belastbare Prognosen seien angesichts der fragilen Gesamtlage „super, super schwer“ bis „völlig unmöglich“.

Derzeit wird ein Hygienekonzept erarbeitet

Einige Veranstaltungen habe die Kommune im Frühjahr auf Herbst/Winter verschoben, „wir erarbeiten derzeit ein Hygienekonzept“. Doch alles geschehe unter Vorbehalt: „Sollten die Infektionszahlen wieder steigen und die Regierung beschließt einen weiteren Lockdown, dann wären wir gezwungen, Veranstaltungen abzusagen, das heißt, ersatzlos zu streichen.“ Eine Verschiebung ins nächste Jahr ist laut Schretzenmaier nicht möglich, da der städtische Terminkalender 2021 bereits prall gefüllt sei. Definitive Aussagen, ob und was heuer noch angeboten werden kann, ließen sich nicht treffen. „Wir müssen einfach kurzfristig reagieren und planen“, so die Kulturmanagerin.

Schon jetzt kreisen ihre Gedanken um die „Eiszeit“, die im Dezember/Januar laut Stadtratsbeschluss zum mittlerweile vierten Mal an der alten Floßlände aufgebaut werden soll. Schretzenmaier hat bereits mit der Stadt Penzberg Kontakt aufgenommen, beide Kommunen beauftragen mittlerweile dieselbe Spezialfirma mit der Errichtung und Betreuung der künstlichen Eisfläche. Im Winter 2019/2020 zählte man in der Loisachstadt fast 7600 Besucher jeden Alters. „Die Eiszeit war wieder ein Highlight für Wolfratshausen“, bilanzierte Kulturreferent Alfred Fraas (CSU).

Ob die Kufenflitzer und Eisstockschützen sich in einigen Monaten unter freiem Himmel die leidigen Corona-Pfunde abtrainieren können? „Wer weiß“, antwortet Schretzenmaier mehr als zurückhaltend. Sowohl Penzberg als auch Wolfratshausen hätten die feste Absicht, im Dezember ein „Eismärchen“ beziehungsweise eine „Eiszeit“ einzuläuten. Doch über allen Planungen schwebe das Damoklesschwert Covid-19.

Natürlich wäre es – theoretisch – denkbar, die Zahl der Schlittschuhläufer auf der künstlichen Eisfläche zu reduzieren. „Doch dann benötigt man mutmaßlich wieder mehr Aufsichtspersonal, das auf die Einhaltung der Spielregeln achtet“, gibt die Kulturmanagerin zu bedenken. Das bedeute auf der einen Seite höhere Kosten – auf der anderen Seite habe die Stadt mit Blick auf den Infektionsschutz „Fürsorgepflicht“ gegenüber ihren Bürgern.

Geplant wird auf den letzten Drücker

„Wir werden auch in puncto ,Eiszeit‘ auf den letzten Drücker planen“, kündigt Schretzenmaier an. Sie setzt in diesem Zusammenhang nicht zuletzt auf das Entgegenkommen des bisherigen Partners. Sie sei bemüht, mit der Spezialfirma „einen Vertrag zu schließen, der eine Stornierungsoption beinhaltet“.

Lesen Sie auch:Freiluftvergnügen an der alten Floßlände

Apropos Winter: Wie schaut’s mit dem Christkindlmarkt am ersten Adventswochenende aus? „Sie werden lachen, auch darüber machen wir uns intern schon Gedanken“, sagt die Kulturmanagerin – der selbst angesichts der widrigen Rahmenbedingungen hin und wieder bei ihrer Arbeit das Lachen vergeht.

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