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Die Bauarbeiten an der Waldramer Mittelschule verzögern sich, weil zu wenige Angebote eingegangen sind.

Pauken trotz Platzmangel

Weil Firmenangebote fehlen: Arbeiten an der Mittelschule Waldram verzögern sich 

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An der Grund- und Mittelschule in Waldram ist es eng. Doch die Arbeiten zur Erweiterung der Schule an der Kardinal-Wendel-Straße laufen nicht wie gewünscht – denn für die Baumaßnahmen fehlen Angebote.

Wolfratshausen – Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, den Bauteil V der Schule aufzustocken und dort fünf weitere Klassenzimmer und zwei Garderobenräume zu schaffen. Im Februar 2018 legte das Geretsrieder Architekturbüro Brückner dem Bauausschuss eine Kostenberechnung vor, dem das Gremium zustimmte (wir berichteten). Gedacht war, die Maßnahmen zu der rund 1,44 Millionen teuren Erweiterung zum Ende der Herbstferien abzuschließen. Dass dieser „schon ausgereizte“ Plan allerdings nicht aufgehen wird, machte Martin Melf, im Rathaus zuständig für Verwaltungsservice und Bildung, in der jüngsten Stadtratssitzung deutlich.

Mitte Juni habe nach einer öffentlichen und sechs beschränkten Ausschreibungen die Angebotsvergabe für die ersten sieben Schlüsselgewerke – Baumeister, Spengler, Zimmerer, Fassade, Trockenbau, Elektro und Heizung, Lüftung, Sanitär (HLS) – begonnen. Beschlüsse zur Vergabe der verschiedenen Arbeiten sollten in der Sitzung im Juli gefasst werden. „Das Ergebnis war ernüchternd“, berichtete Melf. Zu den Gewerken Zimmerer und Trockenbau gingen jeweils zwei wertbare Angebote ein, zu den Spengler- und HLS-Maßnahmen jeweils ein Angebot. „Zu den Baumeister- und Fassadenarbeiten und der Elektroinstallation ging kein einziges Angebot ein.“ Deshalb könne mit der Aufstockung der Schule nicht wie geplant im Sommer begonnen werden. Die Angebote würden zwar noch geprüft und ausgewertet, die Ausschreibung müsse jedoch aufgehoben werden. Gerade erstelle das Planungsbüro in Zusammenarbeit mit dem Bauamt einen neuen Zeitplan.

Rektor: „,Hurra‘ schreie ich nicht, termingerecht wäre natürlich besser“

Josef Märkl, Rektor der Waldramer Schule, hat die schlechte Nachricht einigermaßen gelassen aufgenommen. „,Hurra‘ schreie ich nicht, termingerecht wäre natürlich besser.“ Doch die Lehrer und die rund 370 Schüler würden sich platzmäßig in den 16 Klassenzimmern und einigen Fachräumen arrangieren, darunter leiden müsse niemand.

Die 19 Klassen „werden weiterhin gut versorgt“, betont Märkl auf Nachfrage. Nach einem Termin mit Bürgermeister Klaus Heilinglechner zeigt sich der Rektor optimistisch: „Im nächsten Schuljahr wird es eine gute Lösung geben.“ Raumnot und Enge führten zwar zwangsläufig eher zu Konflikten, aber der Unterricht sei nicht gefährdet. mh

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