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Wenn Kinder ihre Lieblingstiere nachahmen

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Und jetzt alle: Musiklehrer Benedikt Jilek und Chor- sowie Orchestermitglieder musizieren mit Erstklässlern. © Foto: Sabine Hermsdorf-Hiss

Die Erstklässler der Waldramer Grundschule haben kürzlich Besuch vom Orchester des Geretsrieder Gymnasiums bekommen. Die Mission: Einfach nu singen, gerne auch Tierlaute.

Waldram „Vom Gesichtsausdruck her super, ihr lächelt mich alle an, jetzt müsst ihr nur noch singen“, sagt Benedikt Jilek zu den Erstklässlern, die ihn und die musizierenden Gymnasiasten fasziniert beobachten. Zum „Aktionstag Musik in Bayern 2019“ ist der Musiklehrer mit Chor- und Orchestermitgliedern des Gymnasiums Geretsried an die Grundschule Waldram gekommen, um mit einer ersten Klasse Lieder und Rhythmen einzustudieren.

Zu Beginn des besonderen Schultags haben sich die Schüler im Klassenraum der 1a versammelt. Sie singen das eigens für den Aktionstag komponierte Lied „Lieblingstier“ von Marco Hertenstein. Dabei dürfen die Erstklässler bei passender Gelegenheit Tiergeräusche einwerfen. „Ferkel machen...“, ertönt es von den Geretsriedern. Die Jüngsten tönen „oink, oink!“

Jilek begleitet am Keyboard, neben ihm stehen drei Mädchen mit Querflöten. Auch beim bayerischen Lied „Hans bleib da“ hört man die mehrstimmige Begleitung der Flötistinnen. Auf dem silbernen Holzblasinstrument liegt dieses Jahr der Schwerpunkt. „Wir wählen jedes Jahr ein anderes Instrument, mit dem sich die Kinder am Aktionstag ganz ungezwungen auseinandersetzen können“, erklärt der Musiklehrer.

An einer der vier vorbereiteten Stationen lernen die Grundschüler etwas über die Querflöte und dürfen das Instrument ausprobieren. „Zum Einstieg versuchen die Kinder, einer Flasche einen Ton zu entlocken, dann bekommen sie das Kopfstück der Flöte“, erklärt Jilek. Nach einigen Versuchen gelingt es den Erstklässlern, mit hoch konzentrierten Mienen Töne zu erzeugen. Auf die Fragen, wer die zusammengebaute Flöte noch einmal ausprobieren möchte, rufen die Kinder begeistert: „Ich! Ich! Ich!“.

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An weiteren Stationen geht es um den passenden Rhythmus zum Lied. Die Kleinen üben sich in Bodypercussion, dem Trommeln auf Cajons und Congas, und lernen einen kurzen Volkstanz. „Der Aktionstag ist auch deshalb so wertvoll, weil unsere Siebt- bis Elftklässler in die Lehrerrolle schlüpfen und in der Vorbereitung erfahren, wie man die musikalischen Fertigkeiten vermittelt“, so Jilek. Alle Schüler profitieren von der gemeinsamen Zeit.

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Die Jüngsten werden an der Stabspiel-Station besonders gefordert. „Beim Xylofon-Spielen sind die Links-Rechts-Koordination und das Rhythmusgefühl gefragt“, erläutert Jilek. Die Töne sollen nicht zum Sprachrhythmus erklingen, sondern im Takt der Musik. Nachdem die Grundschüler alle Stationen mit ihren bunten Laufzetteln abgegangen sind, setzt Musiklehrer Jilek bei „Hans bleib da“ Tanz, Percussion, Querflöten und Gesang zusammen.

Für das nächste Jahr ist eine Ausweitung des Projekts geplant. „Unser Ziel ist, dass mehrere Klassen am Aktionstag teilnehmen können“, kündigt Cornelia Schubert, Konrektorin und Musikbeauftragte an der Grundschule Waldram, am Ende des erfolgreichen Aktionstags an. Leonora Mitreuter

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