Wolfratshausen: Tempolimit wird „von meisten“ nicht eingehalten
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Runter vom Gas: Auf der Schießstättstraße gilt Tempo 30.

Grünen-Sprecher fordert Geschwindigkeitskontrollen

Wolfratshausen: Tempolimit wird „von meisten“ nicht eingehalten

Tempo 30 gilt seit einiger Zeit in der Wolfratshauser Schießstättstraße. Grünen-Sprecher Schmidt hat jedoch beobachtet, dass sich die Wenigsten daran halten. 

Wolfratshausen – Die Schießstättstraße ist eine der Hauptverkehrsadern in Wolfratshausen. Über 20 000 Fahrzeuge sind im Durchschnitt pro Tag unterwegs. Seit einiger Zeit gilt hier Tempo 30 – um die Anlieger vor übermäßigem Verkehrslärm zu schützen. 

Schießstättstraße: Seit einiger Zeit Tempo 30

Wie Grünen-Sprecher und Stadtrat Dr. Hans Schmidt beobachtet hat, klappt die Umsetzung dieser Temporegelung nur äußerst dürftig: „Ich bin dort sehr oft unterwegs“, leitete er seine Anfrage in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses ein.

Beim Blick auf den Geschwindigkeitsanzeiger, der kurz hinter der sogenannten Roma-Kreuzung angebracht ist, sieht Schmidt meistens im wahrsten Wortsinn rot: „Von den meisten Fahrzeugen wird das Tempolimit nicht eingehalten.“ Zahlen über 40 Kilometer pro Stunde seien die Regel auf der Anzeige des sogenannten elektronischen Zeigefingers.

Grünen-Sprecher fordert Geschwindigkeitskontrollen

Bürgervereinigungs-Stadträtin Dr. Ulrike Krischke, die an der Schießstättstraße wohnt, nickte bei den Ausführungen Schmidts zustimmend. Der Grünen-Sprecher regte an, die Geschwindigkeitskontrollen – samt zugehörigen Strafzetteln, wenn nötig – zu intensivieren.

Bauamtschefin Susanne Leonhard berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung, dass derzeit im Rathaus die Zahlen des Geschwindigkeitsanzeigers ausgewertet werden.

Zahlen des Geschwindigkeitsanzeigers werden beobachtet

„Sobald das abgeschlossen ist, werden wir die Daten bekannt geben“, sagt die Rathausmitarbeiterin. Erst danach könne man konkret über das Vorgehen an der neuralgischen Stelle sprechen. Eine erste Einschätzung gibt sie bereits ab: „Die deutlichen Tempo-Verstöße fallen gefühlsmäßig in die Zeit, in der weniger Verkehr auf der Straße ist.“ Es gebe „definitiv“ einen „Anteil von Autofahrern, die schneller unterwegs sind“. Dieser sei aber „vermutlich geringer als der gefühlte Eindruck“. 

Am Montag beginnen im Bereich der Sauerlacher Straße Bauarbeiten. Die Sperrung Am Floßkanal konnten die Gewerbetreibenden zwar nicht aufheben, dafür erreichten sie eine Verkürzung der Sperrzeit.

dst

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