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Er biss er seiner Freundin in die Hand, beschimpfte sie Frau als Schlampe und Hure und schlug ihr ins Gesicht. Nun wurde der Wolfratshauser verurteilt.

Er hat schon sechs Vorstrafen

Wolfratshauser beißt und schlägt Freundin:  „Irgendwann mal das Hirn einschalten“

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Er biss er seiner Freundin in die Hand, beschimpfte sie Frau als Schlampe und Hure und schlug ihr ins Gesicht. Nun wurde der Wolfratshauser verurteilt.

Wolfratshausen Erst biss er seiner Freundin in die Hand. Als er sie am nächsten Tag wiedertraf, beschimpfte er die Frau als Schlampe und Hure und schlug ihr ins Gesicht. Nun wurde der 23-jährige Wolfratshauser wegen Körperverletzung und Beleidigung zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt.

„Es stimmt so einigermaßen“, räumte der Angeklagte ein, nachdem die Staatsanwältin die kurze Anklageschrift verlesen hatte. Der junge Mann versuchte, den Biss in die Hand zu erklären: „Das war eine kurzfristige Entscheidung in meinem Kopf, die ich später bereut habe.“ Er habe seine Freundin ein bisschen provoziert, daraufhin habe sie ihm den Rücken zerkratzt – und er zugebissen.

Am nächsten Tag habe er sich nach einem Anti-Aggressionstraining erkundigen wollen, als er seiner damaligen Freundin (19) plötzlich wieder gegenüber gestanden sei. Dabei habe er erfahren, dass sie „mit anderen ging“. „Die Klatsche habe ich ihr gegeben, damit sie einsieht, dass man sowas nicht macht.“ Zuvor hatte er der jungen Frau 35 Euro, die er ihr schuldete, „ins Gesicht geworfen“.

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„Ich war angepisst, richtig angepisst“: So beschrieb die Geschädigte ihren Seelenzustand nach dem Biss in ihre Hand. „Wir haben uns öfter im Spaß provoziert. Er hat nicht kapiert, dass ich diesmal keine Lust drauf hatte.“ Als es am nächsten Tag Beleidigungen, Geldscheine und eine Watsche hagelte, ging die 19-Jährige zur Polizei. „Ich hatte keinen Bock mehr auf dieses Theater.“ Interesse an einer Bestrafung habe sie „eigentlich nicht mehr“, sagte die Ex-Freundin des Angeklagten. „Er hat sich im Griff und eine Arbeit.“

Ihn ungestraft davonkommen zu lassen, ließ sich wegen der sechs Vorstrafen des Angeklagten nicht realisieren. Zuletzt hatte er 2016 wegen Diebstahls zwei Wochen Jugendarrest abgesessen. „Das war nicht schön“, ließ er das Gericht wissen. „Das ist Sinn und Zweck des Arrests“, entgegnete Richter Helmut Berger. „Da soll man lernen, keine kleinen Mädels zu schlagen.“ Berger verurteilte den Wolfratshauser zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 50 Euro und empfahl: „Sie müssen irgendwann mal das Hirn einschalten. Sonst geht’s dahin, wohin die Staatsanwältin will.“ Die Anklagevertreterin hatte eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten mit Bewährung für den jungen Mann beantragt. rst

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