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Der Loisach-Kanal am Kastenmühlwehr: Das „Aktionsbündnis Wolfratshauser Bürger gegen den Bau einer Surfwelle in Weidach“ hält den Standort für das geplante Wellen-Projekt für ungeeignet. 

500 Unterschriften gegen die Surfwelle

Wolfratshauser Surfwelle: Aktionsbündnis ist „Stand-by“

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Mit dem „Aktionsbündnis Wolfratshauser Bürger gegen den Bau einer Surfwelle in Weidach“ hat sich Widerstand gegen die Surfwelle formiert. Momentan warten die Gegner weitere Entwicklungen ab – von Rechts wollen sie keine Unterstützung.

WolfratshausenSeit November 2013 wird in der Flößerstadt kontrovers diskutiert: Ist eine künstliche Surfwelle in Weidach sinnvoll? Oder hat das Projekt keinen nachhaltigen Nutzen für die Kommune und ihre Bewohner? Das Gros des Stadtrates bekannte sich ein ums andere Mal zu dem Vorhaben, das rund 800 000 Euro kosten wird. Doch in Weidach regt sich inzwischen Protest: Gut 500 Unterschriften gegen das Projekt hat das Ende vergangenen Jahres gegründete „Aktionsbündnis Wolfratshauser Bürger gegen den Bau einer Surfwelle in Weidach“ nach eigenen Angaben gesammelt.

Surfwelle in Wolfratshausen: In Weidach regt sich Protest

Richard Kugler, Bürgermeisterkandidat der Wolfratshauser Liste und Surfwellen-Kritiker, übergab das Bündel Unterschriften in der jüngsten Stadtratssitzung an Rathauschef Klaus Heilinglechner (BVW). Der ist bekennender Surfwellen-Fan und nahm die Liste kommentarlos zur Kenntnis. In der jüngsten Stadtratssitzung diskutierte der Wolfratshauser Stadtrat zum wiederholten Mal über das Surfwellen-Projekt.  Mit 19:5-Stimmen votierte das Gremium schließlich für die Fortsetzung des Vorhabens.

„Nein, eine Reaktion des Bürgermeisters erfolgte auch im Nachhinein nicht“, sagt Erich Brockard junior, einer der Mitinitiatoren des Aktionsbündnisses, auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch da ja bekannt sei, dass Heilinglechner „ein 100-prozentiger Befürworter“ der Surfwelle sei, „verwundert es mich nicht, dass er nichts zu der Unterschriftenliste gesagt hat“.

„Wir Weidacher waren nie in das Projekt eingebunden“

„Wir Weidacher waren nie in das Projekt eingebunden, echte Bürgerbeteiligung gab es nicht“, bedauert Brockard junior. Und das, obwohl die Weidacher in seinen Augen von den unmittelbaren Folgen der Surfwelle betroffen wären: „Zunehmender Fahrzeugverkehr, keine Parkplätze“, nennt Brockard junior einige Stichworte. Er legt Wert auf die Feststellung, dass nicht nur Weidacher mit ihrer Unterschrift gegen das Vorhaben protestiert haben – auf den Listen „finden sich auch viele Namen von Bürgern aus anderen Stadtteilen wie Waldram und Farchet“. Ob das Aktionsbündnis weiter Unterschriften sammelt, steht laut Brockard junior noch nicht fest. Man wolle unter anderem abwarten, bis eine wasserrechtliche Genehmigung für das Projekt vorliegt – oder diese eben nicht erteilt wird. Sollten allerdings die Wellen-Befürworter „wieder eine Kampagne starten“, werde das Aktionsbündnis dem etwas entgegensetzen. „Wir sind Stand-by“, sagt Brockard junior.

Aktionsbündnis will keine Unterstützung von Rechts

Dass sich die Alternative für Deutschland (AfD), die wie berichtet in den Wolfratshauser Stadtrat einziehen will, gegen das Surfwellen-Projekt ausgesprochen hat, betrachtet Brockard junior differenziert. Es sei legitim, dass die AfD im Becken der Protestwähler fischen wolle. Leider gebe es Menschen, die „mit einfachen Antworten“ zu ködern seien. „Ich persönlich bin kein Freund der AfD“, konstatiert der Weidacher, und das Aktionsbündnis gegen die Surfwelle „braucht keine Unterstützung von Seiten der AfD.“

Fest verankert ist das Nein zur Welle in Weidach im Wahlprogramm der Wolfratshauser Liste. Die von den Stadträten Helmut Forster, Dr. Manfred Fleischer und Richard Kugler aus der Taufe gehobene neue politische Kraft in der Flößerstadt lädt die Bevölkerung für kommenden Donnerstag, 6. Februar, um 20 Uhr ins Gasthaus Grüner Baum in Weidach ein. „Eines der Hauptthemen wird an diesem Abend sicherlich die umstrittene Surfwelle sein“, kündigt der Vorsitzende der Wolfratshauser Liste, Forster, an.


cce

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