An der Kreisklinik ist ein Impfzentrum eingerichtet worden.
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An der Kreisklinik ist ein Impfzentrum eingerichtet worden.

Aicher Group ist auf den Tag X vorbereitet – Drei Ärzte im Einsatz

Wolfratshausen: Zunächst 100 Impfungen täglich

Sobald ein Vakzin zur Verfügung steht, nimmt das Impfzentrum in der Wolfratshauser Kreisklinik seinen Betrieb auf. Anfangs sollen täglich 100 Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden.

  • An der Kreisklinik ensteht eines von zwei Impfzentren im Landkreis
  • Zu diesem Zweck ist die ehemalige Radiologieabteilung umgerüstet worden
  • Eingesetzt werden insgesamt drei Ärzte und sieben Assistenten

Wolfratshausen – Die Vorbereitungen für den Tag X laufen seit Ende November, der Betreiber geht davon aus, dass in der Anfangsphase täglich 100 Menschen am Moosbauerweg gegen das Coronavirus geimpft werden können.

Infrastruktur muss geschaffen werden

Zu diesem Zweck ist die ehemalige Radiologieabteilung der Klinik umgerüstet worden: „Diese derzeit ungenutzten Räumlichkeiten werden für die Inbetriebnahme des Impfzentrums vorbereitet“, erklärt die Sprecherin des Landratsamts, Sabine Schmid. Konkret gehe es um bauliche Veränderungen: „Die kompletten Räumlichkeiten sind saniert, elektrische Leitungen erneuert beziehungsweise komplett neu verlegt worden.“ Im künftigen Impfzentrum müsse die Infrastruktur geschaffen werden, um beispielsweise Arbeitsplätze mit Computeranschluss und Telefone einrichten zu können. Schmid betont, dass sich die ehemalige Radiologie „gut für diesen Zweck eignet“.

Drei Räume in diesem Gebäudeabteil werden Behandlungsräume. Darin tun die Mitarbeiter der Aicher Group ihren Dienst. Wie berichtet wird das Münchner Ambulanz-Unternehmen das Impfzentrum in der Loisachstadt betreiben. „Eingesetzt werden insgesamt drei Ärzte und sieben Assistenten“, berichtet Ulrike Krivec, Kommunikationsleiterin der Aicher Group, auf Anfrage unserer Zeitung. Zudem stehen nach ihren Worten zwei mobile Teams bereit, in Wolfratshausen mitzuarbeiten.

Seit 23. November mit Planungen beschäftigt

Die Aicher Ambulanz-Union hat während der Corona-Pandemie bereits an vielen Standorten Teststationen, Reihentestungen und mobile Einheiten gestellt – unter anderem auf der Theresienwiese in München, in Garching, Unterhaching und Bad Tölz. Die Kommunikationsleiterin des 900 Mitarbeiter zählenden Unternehmens erklärt, dass die Koordination für den Standtort des Impfzentrums in Wolfratshausen den Löwenanteil der Vorbereitungsarbeit in Anspruch nimmt. Krivec: „Seit 23. November sind wir mit den Planungen beschäftigt. Da die Infrastruktur sowie das meiste Material vom Landkreis und der Regierung bereitgestellt werden, steht für uns der Personaleinsatz im Vordergrund – und die Organisation der Abläufe bei den geplanten Impfungen.“ Davon seien anfangs täglich 100 angedacht, „aber mit der Option, diese Zahl im weiteren Verlauf zu erhöhen“, so Krivec.

Welche Personengruppe soll als erste geimpft werden? „Die Priorisierung der Impfung richtet sich nach den Vorgaben der Bundesregierung beziehungsweise der bayerischen Staatsregierung, die aber im Detail noch nicht vorliegen“, antwortet Landratsamtssprecherin Schmid. Zuletzt war die Rede davon, dass ältere Menschen sowie Angestellte in „systemrelevanten“ Berufen, wie Polizeibeamte und Pflegepersonal, zuerst gegen Corona geimpft werden sollen.

Zweites Impfzentrum in Bad Tölz geplant

Noch nicht entschieden ist, ob es an der Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz ein zweites Impfzentrum im Landkreis geben wird. „Es war von Anbeginn erklärtes Ziel von Landrat Josef Niedermaier, im Landkreis zwei Impfzentren für die Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen – und zwar angedockt an den Kliniken in Wolfratshausen und Bad Tölz“, betont Schmid. Niedermaier selbst äußerte sich in diesem Zusammenhang zuletzt optimistisch.

Dominik Stallein

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