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Seite an Seite: Julie (li.) und Lisa Napierala sind die die sjährigen Faschingsprinzessinnen der Narreninsel.

Die Narren haben Hochsaison

Zwei Schwestern im Faschingsfieber

Zwei Mädchen aus Geretsried sind die aktuellen Prinzessinnen der Wolfratshauser Narreninsel.

Geretsried/Wolfratshausen–Viele Jahre war genau das der Traum von Lisa (18) und Julie (12) Napierala: einmal Prinzessin sein. In dieser Faschingssaison können sich die beiden Geretsriederinnen diesen Wunsch erfüllen. Die Schwestern sind die diesjährigen Faschingsprinzessinnen der Wolfratshauser Narreninsel – ihre Tollitäten Lisa II. und Julie I.

Seit der Proklamation im November hat sich der Terminkalender der Hoheiten zusehends gefüllt. Lisa regiert zusammen mit Dominik Schwarz – der auch im echten Leben der Prinz an ihrer Seite ist. Allein seit dem Unsinnigen Donnerstag hat das Duo 18 Auftritte absolviert. Ihre Schwester Julie, die Max Schmidmaier als Prinzen an ihrer Seite hat, kommt auf fast genauso viele. Bislang stehen die beiden tanzbegeisterten Geretsriederinnen die Saison tapfer ohne Blasenpflaster und Wundsalbe durch. „Wir haben wirklich sehr viele Auftritte im Moment“, sagt die 18-Jährige. Aber klagen will sie nicht. Die vielen Tänze und langen Fahrten durch das Oberland gehören schließlich dazu zu ihrem Hobby, das sie gerne macht. „Ich habe Spaß beim Tanzen, das vergeht auch nicht nach ein paar Auftritten.“

Bereits seit zehn Jahren ist die Geretsriederin Mitglied bei der Wolfratshauser Narreninsel, und ziemlich genau so lange hegte sie auch den Wunsch, die Prinzessinnenkrone zu tragen. „Es war jetzt mal an der Zeit“, sagt sie lachend. In all den Jahren hatte sie regelmäßig ihre Familie zur Begleitung dabei. Ihre Schwestern, Melanie und Julie, staunten bei den Auftritten über die schnellen Pirouetten und Hebefiguren in bunten Kostümen.

Das scheint abgefärbt zu haben. Denn vor vier Jahren packte auch die Jüngste in der Familie, Schwester Julie, das Tanzfieber. Sie schloss sich der Kindergarde an. Schon im vergangenen Jahr wollte das Mädchen Kinderprinzessin sein. „Damals wurde per Los entschieden, und ich hatte kein Glück“, erinnert sich die Zwölfjährige. Dass es in diesem Jahr geklappt hat – und das noch dazu gemeinsam mit ihrer großen Schwester – ist für Julie etwas Besonderes. Auch das das Kostüm der Faschingsprinzessin ist besonders – es ist ein türkises Ballkleid mit dezentem Glitzer.

Dass sie als Tollität besonders im Fokus steht, stört sie nicht. Wenn sie ihre Freundinnen aus der sechsten Klasse der Realschule in Geretsried bei einem Auftritt sehen, sprechen sie das Mädchen schon mal darauf an. „Ich hab’ dich da auf der Bühne gesehen“, hört Julie dann. Eine Bekanntheit, mit der sie gut umgehen kann: „Ich bin ja für sie ja immer noch die Julie.“ „Majestät“ habe sie von ihren Bekannten zumindest noch niemand genannt.

Um dem Tollitäten-Titel gerecht zu werden, müssen die beiden Schwestern neben allem Spaß auch hart arbeiten. „Seit September proben wir die Choreografie“, sagt Lisa. Die Garde ihrer kleinen Schwester habe sogar noch früher damit angefangen, Pirouetten, Hebefiguren und Tanzschritte zu lernen. Und den ganzen Aufwand betreiben die Schwestern für sechs Tage voller Auftritte mit Krone auf dem Kopf, Prinz an der Seite und einem treuen Hofstaat im Rücken. Das närrische Treiben ist bekanntlich am Aschermittwoch wieder vorbei. Was Julie und Lisa dann mit ihrer Freizeit anstellen wollen? Die 18-Jährige muss nicht lange überlegen: „Erst mal ausschlafen.“

dst

Lesen Sie auch: So lief „Wolfratshausen narrisch“ am Faschingssonntag

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