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Zwölf-Meter-Tanne schmückt die Altstadt - Christbaum ist ein Geschenk

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Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

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Christbaum in Wolfratshausen
Mittels Kran wurde am Montag der Christbaum auf dem Wolfratshauser Marienplatz aufgestellt. © Hermsdorf-Hiss

Zwölf Meter hoch, mehr als 700 Kilo schwer: Den Marienplatz in Wolfratshausen schmückt wieder ein stattlicher Christbaum.

Wolfratshausen – „Da kommt er.“ Matthias Schmidberger, Leiter des Bauhofs der Wolfratshauser Stadtwerke, deutet auf den Lkw. der eben mit seiner Fracht aus der Bahnhofstraße in den Markt einbiegt. „Er“, das ist eine etwa 25 Jahre alte Tanne, zirka 12 Meter hoch und zwischen 700 Kilo bis 800 Kilo schwer – und der diesjährige Christbaum der Loisachstadt.

Waldramer Ehepaar spendierte den Christbaum

Gefällt wurde die Tanne nur wenige Stunden zuvor in Waldram. „Ein Ehepaar hat sie uns gestiftet“, erzählt Schmidberger. Acht Baumangebote konnte der Betriebsleiter dieses Jahr verzeichnen. „Und das war der Geeignetste.“ Bevor der Baum im Lichterglanz erstrahlen kann, ist erst einmal Millimeterarbeit angesagt. Denn selten passt der Stamm vom Durchmesser her genau in den Ständer. „Wir brauchen 20 Zentimeter Durchmesser. Gute neun Zentimeter müssen weg“, misst Schmidberger bei der am Kran hängenden Tanne nach.

Nach knapp einer Stunde steht der Christbaum

Kollege Daniel Sitte steht schon bereit, die Motorsäge in der Hand. Stück um Stück schneidet er dünne Streifen rund um das Endstück ab. Schmidberger greift wieder zum Meterstab. „Noch drei Zentimeter.“ Also, die Säge wieder angeworfen und noch mal rund um den Stamm. Franz Fischer, der den Kran bedient, manövriert das gute Stück in den Ständer. „A bisserl drehen“, ruft ihm der Bauhofchef zu. Schließlich soll ja die schöne Seite nach vorne zeigen. Langsam gleitet der Stamm in den Ständer, noch ein paar Feinarbeiten – passt. „Haben wir´s wieder für dieses Jahr“, sagt Sitte. „Und, wie liegen wir in der Zeit?“ Die handvoll Schaulustigen schauen wie aufs Kommando auf die Uhr. „Gut wart´s Ihr. „Genau 56 Minuten von der Ankunft bis zum fertigen Aufstellen.“

Noch keine endgültige Entscheidung ist in Wolfratshausen mit Blick auf den Christkindlmarkt gefallen. Der würde am ersten Adventswochenende stattfinden. Doch derzeit ist das unwahrscheinlich. Das letzte Wort hat Bürgermeister Klaus Heilinglechner, der sich am Dienstag (16. November) zu dem Thema äußern will. Der städtische Marktmeister, David Wehner, hatte die Wolfratshauser Vereine bereits am vergangenen Donnerstag per Rund-E-Mail darüber informiert, dass der Christkindlmarkt voraussichtlich nach 2020 das zweite Mal in Folge der Corona-Pandemie zum Opfer fällt. (sh)

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