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„Schlüsselprojekt“: Die Sanierung des städtischen Gebäudes am Untermarkt 10 ist für Stadtmanager Dr. Stefan Werner ein wichtiger Baustein zur Aufwertung der Altstadt.

Angebote und Projekte sollen „verzahnt“ werden

Wolfratshausens Stadtmanager will „Dynamik erzeugen“

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Seit Januar 2018 hat Wolfratshausen einen Stadtmanager - der legte nun einen Fahrplan vor, wie sich in der Flößerstadt „Dynamik“ entwickeln lässt.

Wolfratshausen – „Wie können wir Wolfratshausen gemeinsam noch besser präsentieren?“ In einem Pressegespräch, an dem auch Bürgermeister Klaus Heilinglechner teilnahm, hat Stadtmanager Dr. Stefan Werner den „Fahrplan“ fürs laufende Jahr skizziert. Ganz wichtig ist laut Werner, dessen Vertrag wie berichtet bis Januar 2020 befristet ist, die enge Verzahnung diverser Angebote und Projekte.

Breiten Raum nimmt heuer die Bürgerbeteiligung mit Blick auf die vom Stadtrat beschlossene Aufwertung der Altstadt ein. Der Prozess, der von Experten begleitet wird, endet im März. Bereits im April soll der Stadtrat Beschlüsse fassen. Anschließend könnte eine vertiefte Planung beginnen, mit dem Ergebnis ist laut Claudia Schreiber vom Münchner Büro Architektur und Stadtplanung voraussichtlich ein halbes Jahr später zu rechnen. Dann hätten erneut die Räte das Wort: Es müssten Aufträge vergeben werden.

Ein „Schlüsselprojekt“ ist für Stadtmanager Werner die Sanierung des denkmalgeschützten städtischen Gebäudes am Untermarkt 10. 3,5 Millionen Euro hat der Stadtrat für diesen Zweck bereitgestellt, verantwortlich für das Vorhaben ist die Städtische Wohnungsbaugesellschaft. Noch haben die Arbeiten nicht begonnen, das Ende lässt sich bislang auch nicht terminieren.

Geduld ist zudem mit Blick auf das bereits 2012 beschlossene Parkhaus auf dem Hatzplatz gefragt. Das soll ein privater Investor errichten und betreiben, doch ein Bauantrag liegt im Rathaus bis dato nicht vor. Dieses Projekt steht im Kontext mit der geplanten Umgestaltung des westlichen Loisachufers. Das heißt: Solange das Parkhaus nicht steht, bleiben die Pläne fürs Loisachufer in der Schublade. Der Grund: Die Neugestaltung des Ufers auf der Rathausseite kostet Pkw-Stellflächen – die durch das neue Parkhaus in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses kompensiert werden sollen.

„Aktivieren“ möchte Stadtmanager Werner die Eigentümer von Immobilien in der Altstadt. Geprüft werde in diesem Zusammenhang in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern, ob den Hausbesitzern bei Modernisierungsarbeiten in Form von Investitionsprogrammen finanziell unter die Arme gegriffen werden kann.

Werner steht auf dem Standpunkt: Da die Stadt in puncto Attraktivitätssteigerung ihre Hausaufgaben macht, wäre es „wünschenswert“, wenn Privatpersonen und Gewerbetreibende an diesem Strang mitziehen würden. Er und Rathauschef Heilinglechner verweisen auf das in ihren Augen positive Beispiel des ehemaligen Isar-Kaufhauses, mit dessen Abriss die Untermarkt 7-11 GmbH vor einigen Tagen begonnen hat. Werner rechnet derzeit damit, dass an der Stelle der seit Ende 2012 leer stehenden Immobilie im Herbst 2020 ein neues Geschäfts- und Wohnhaus steht.

Mittelfristig müsse Wolfratshausen eine „Dachmarke“, ein „ganzheitliches Marketing“ bekommen, betonte der Stadtmanager. Er und sein Team verfolgen „ein klares Ziel“, wie sich die Loisachstadt künftig präsentieren soll. Der Weg dorthin führt laut Werner über Social-Media-Marketing, einem gemeinsamen Stadtmarketing sowie einer „gebündelten Vermarktung“ von städtischen Veranstaltungen. Werner hat wie berichtet einen „Drei-Jahres-Plan Veranstaltungen und Märkte“ zusammengestellt. Er reicht vom Starkbierfest im März bis zur Eiszeit im Winter 2020/21.

„Wir stoßen unterschiedliche Maßnahmen an“, bilanzierte Werner, um in der Loisachstadt „Dynamik zu erzeugen“. Dazu zählen für ihn auch kleinere Initiativen – zum Beispiel das Aufstellen von „Info-Terminals an stark frequentierten Orten“.  cce

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